2. Bundesliga

Kirchhof bangt vor Gastspiel in Rödertal um Greta Kavaliauskaite

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Einsatz fraglich: Greta Kavaliauskaite (l.), die sich hier gegen die Freiburgerin Alica Burgert durchsetzt. 

Auch beim HC Rödertal hängen die Trauben für den ersatzgeschwächten Handball-Zweitligisten SG 09 Kirchhof eher hoch. 

Keine Frage, die SG 09 Kirchhof hat in der 2. Handball-Bundesliga einen Fehlstart hingelegt. 2:10-Punkte nach sechs Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Denn: Zahlen lügen nicht. Aber: Sie sagen auch nicht die ganze Wahrheit. Etwa, dass diese Bilanz hauptsächlich einem schweren Auftaktprogramm und einem kaum fassbaren Verletzungspech geschuldet ist. Auch beim HC Rödertal (Sa. 17.30 Uhr) dürfte sich die personelle Lage trotz der Rückkehr von Marie Borgolte und Andra Lucas kaum entspannen. „Ohne Drei“ (Ritter, Bijan, Urbicht) ist die SG beim Tabellenzehnten ebenfalls Außenseiter, wobei der Einsatz von Greta Kavaliauskaite (Oberschenkelzerrung) noch fraglich ist.

„Da müssen wir durch“, sagt Trainer Denk - und rechnet sich im vierten Auswärtsspiel durchaus etwas aus. Denn: „Das wird ein völlig anderes Spiel als gegen Halle-Neustadt.“ Statt einer offensiven erwartet die Kirchhöferinnen eine 6:0-Deckung, die Anouk van de Wiel vielleicht etwas mehr Raum für Würfe aus der zweiten Reihe lässt. 

Die Holländerin war im letzten Spiel zum ersten Mal seit August 2018 sowie nach ihrer vierten Knieoperation fast 60 Minuten auf der Platte. In Abwehr (wie zuvor) und Angriff angesichts der Personalnot im rechten Rückraum, umso mehr als Sandra Szary kurzfristig den Verein verlassen hat. „Jetzt möchte ich mit Kirchhof auch mein erstes Spiel gewinnen“, sagt die 27-Jährige, die beim einzigen Saisonsieg, dem 28:25 gegen Freiburg, noch nicht dabei war.

Van de Wiel auch in der Offensive gefragt

Im Mittelblock (mit Diana Sabljak oder Greta Kavaliauskaite) ist die Linkshänderin schon länger eine feste Größe. Und hat die SG-Deckung durchaus stabilisiert. Nun gilt es, so Christian Denk, „aus der guten Abwehrarbeit mehr Kapital zu schlagen“, also schneller umzuschalten und auch mit der ersten oder zweiten Welle konsequent abzuschließen.

Eine Spezialbehandlung für Rödertals litauische Nationalspielerin Brigita Ivanauskaite, in der letzten Saison noch ein probates Mittel gegen den damaligen Erstliga-Absteiger, könnte diesmal nach hinten losgehen. Haben die Rödertaler doch mit Ann-Catrin Höbbel eine echte „Shooterin“ verpflichtet. 

„So sind wir schwerer ausrechenbar“, sagt HC-Präsident Zschiedrich. Beim 24:25 gegen Herrenberg musste die Linkshänderin wegen eines grippalen Infekts passen, ist aber mittlerweile wieder im Training. Also fällt nur Spielmacherin Pavlina Novotna, ebenfalls ein Neuzugang vom tschechischen Erstligisten Sokol Pisek, aus. Die indes hinter Lisa Löhnig sowieso nur zweite Wahl gewesen wäre.

Bis zur letzten (und ersten) Heimniederlage war Rödertal voll im Soll. Nun will HC-Trainer Frank Mühlner „die Punkte, die wir gegen Herrenberg liegen gelassen haben, unbedingt gegen Kirchhof einfahren.“ Eine unmissverständliche Forderung nach Wiedergutmachung, die die Aufgabe für die ersatzgeschwächten Gäste wohl eher noch schwerer macht.

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