2. Liga 

Duell der Überraschungsteams - Kirchhof winkt Anschluss ans Mittelfeld

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Einzige Alternative für Kirchhofs Rückraum: Greta Kavaliauskaite, die gegen Herrenberg für Druck von der rechten Seite sorgen soll.

Kann die SG 09 Kirchhof ihre Erfolgsserie unter Trainer Gernot Weiss fortsetzen? Mit Herrenberg gastiert der Spitzenreiter-Bezwinger beim heimischen Handball-Zweitligisten.

Aufstand der Außenseiter in der 2. Handball-Bundesliga: Am letzten Spieltag brachte die SG 09 Kirchhof den Tabellendritten BSV Sachsen Zwickau ins Wanken (24:24) und die SG H2KU Herrenberg düpierte gar Spitzenreiter SV Union Halle-Neustadt (35:29). Wer kann diesen Coup vergolden? Diese Frage wird im direkten Duell der Tabellennachbarn (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) beantwortet.

Für Kirchhof die Chance, den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen, für Herrenberg die Gefahr, noch in den Abstiegskampf gezogen zu werden. Ein wegweisendes Spiel also besonders für die Gastgeberinnen, was laut Trainer Weiss „diese schwere Aufgabe noch schwerer macht.“ Denn: „Die Erwartungen sind höher und der Druck ist größer.“ Das eigene Selbstvertrauen allerdings auch, wie die zuletzt bärenstarke Jana Schaffrick betont: „Wir gehen mit viel Mut in die Partie.“

Neubrander Fall für Schaffrick

Genau den braucht die SG, um den Herrenberger Angriffsmotor, in die letzten Spielen so richtig heiß gelaufen, ins Stottern zu bringen. Nur die Mannschaften des Führungstrios haben in der 2. Liga öfter (als 537 Mal) getroffen. Die Kirchhofer Kreisläuferin bekommt es dabei in der 6:0-Deckung mit einer Schlüsselspielerin der Kuties zu tun: Mit Lea Neubrander, die in Melsungen ihr 100. Feldtor anpeilt (bisher 97). Die 20-jährige Halblinke trug 12 Treffer zur Überraschung gegen den Tabellenführer bei. Weiterhin warnt der SG-Coach vor den Außen Anika Bissel und Saskia Hiller, die sowohl im Gegenstoß wie auch im Positionsangriff (dank ihrer Wurfvarianten) stets gefährlich sind.

Der Respekt ist gegenseitig. Herrenbergs Trainer Mike Leibssle war dabei nicht nur vom letzten Kirchhofer Auftritt („Fulminant!“) angetan, sondern von der „enormen Steigerung der Mannschaft“ unter seinem neuen Kollegen Gernot Weiss: „Er hat da echt was bewegt. Das ist uns Warnung genug.“ Personell kann der 39-Jährige auf dem Vollen schöpfen, allein im Rückraum mit sechs Spielerinnen operieren, die jederzeit Verantwortung übernehmen können. Bei Kirchhof müssen es die richten, die auf der Platte stehen. Mit Greta Kavaliauskaite als einziger (echter) Alternative vor Torfrau Nela Zuzic. Gefragt ist also eine weitere Energieleistung. Und dazu bedarf es, so Weiss, „der gleichen Einstellung wie gegen Zwickau.“

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