2. Liga

Kirchhofs Wille wird bei Kellerduell in Freiburg entscheidend sein

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Anouk van de Wiel

Ab jetzt heißt es mehr denn je Gas geben: Ab heute beginnt für Gernot Weiss die bis zum 16. Mai befriste Mission Klassenerhalt bei der SG 09 Kirchhof. Zum Auftakt seiner dreimonatigen Aushilfe steht das Kellerduell bei der HSG Freiburg an (heute 20 Uhr, Gerhard-Graf-Sporthalle).

„Ich merke, dass die Mannschaft absolut intakt ist und den nötigen Willen mitbringt. Entscheidend ist, was wir wollen und was wir auf der Platte investieren“, sagt Weiss vor seinem Einstand bei seinem dritten Engagement in Kirchhof. Für den erfahrenen Coach heißt es nun, sich schnell ein Bild von der Konkurrenz über Videostudium zu machen und das eigene Team noch besser kennenzulernen.

Gleich mehrere Positionen sind umkämpft. Angefangen im Tor. Hier dürfen sich Frederikke Siggaard, Nela Zuzic und Paula Küllmer in den Einheiten jeweils 20 Minuten beweisen. Und sollen sich weiterhin als Team im Team verstehen. „Wenn alle drei zuverlässig sind und funktionieren, kann ich nicht viel falsch machen“, erklärt Weiss.

Zwei Fixpunkte lässt er unangetastet: die Kapitäninnen Diana Sabljak und Sina Ritter. Noch offen auf welcher Position im Rückraum Sabjak Tore werfen soll und ob Ritter auf Linksaußen bleibt – oder im Rückraum wertvoller wäre. „Wir müssen allen Spielerinnen klar machen, wie stark sie sind und wie sie uns helfen können“, erklärt weiß Weiss.

Einsatz von Anouk van de Wiel fraglich

Personell ist die Lage unverändert. Anouk van de Wiel konnte bis Wochenende angeschlagen nicht trainieren, so dass nicht sicher ist, ob sie wieder an Bord ist. Blieben noch Greta Kavaliauskaite, Alena Breiding und Mariel Beugels für den Rückraum. Sicher ist für den 53-Jährigen: „Qualität ist da. Wir müssen sie nur abrufen.“ Und obwohl der Angriff in der Hinrunde ein großes Problem war, rückt Weiss die Abwehr in den Fokus. „Wenn wir ein Tor verhindern können, fällt es uns leichter, selbst welche zu werfen.“

Da könnte Freiburg als Gegner zur rechten Zeit kommen. Als Neuling, der einen für Aufsteiger durchaus üblichen Weg geht. Nach acht Punkten aus den ersten acht Spielen fliegen die „Red Sparrows“ (die roten Spatzen), nämlich nicht mehr unbeschwert durch die Liga. Nur ein Sieg (29:28 in Rödertal) gelang dem Team von Trainer Ralf Wiggenhauser aus den jüngsten sieben Spielen.

Beim 18:28 zuletzt in Berlin notierte der Dauerbrenner, der seit 15 Jahren in Freiburg arbeitet und die HSG aus der Landesliga durch vier Aufstiege nach oben führte, 18 technische Fehler und 27 Fehlwürfe. „So kannst du kein Spiel gewinnen. Wir müssen uns wieder auf uns konzentrieren, weniger Fehler machen und besseren Handball spielen als zuletzt“, sagt der 38-Jährige. Worte, die ebenso für Kirchhof im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Coach Christian Denk gelten.

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