2. Liga

Weiss`Wiedersehen mit Swantje Heimburg beim Kirchhofer Gastspiel in Halle

Swantje Heimburg.Richard Kasiewicz

Wenn ein abstiegsgefährdetes Team bei einem Aufstiegsanwärter antritt, sind die Rollen klar verteilt. Drum klingt es schon etwas mutig, wenn Sina Ritter, Linksaußen der SG 09 Kirchhof, vor dem Gastspiel beim SV Union Halle-Neustadt (Sa. 19 Uhr) erklärt: „Wir wollen auch dort punkten.“

Schließlich peilen die Ostdeutschen als Tabellenzweiter den Wiederaufstieg in die 1. Handball-Bundesliga an, während für die Nordhessen nur der Klassenerhalt zählt.

Allerdings: Seit zwei Spieltagen (und zwei Niederlagen) schwächelt der Favorit. Der Grund: Eine Verletzungsmisere, die dem Team von der ehemaligen österreichischen Nationalspielerin Tanja Lovin seine einst so komfortable Ausgangsposition im Titelkampf gekostet hat. Statt Tabellenführer Buchholz-Rosengarten anzugreifen, spürt es nun den Atem von Verfolger Sachsen Zwickau im Nacken.

Der Ausfall von vier Leistungsträgern war scheinbar auch für den hochkarätigen Union-Kader zu groß. Gegen Kirchhof kehrt eventuell Rückraumspielerin Lea Gruber in die Mannschaft zurück, dafür hat es im letzten Spiel Laura Winkler erwischt. Trotzdem sieht der SG-Coach darin keine „entscheidende Schwächung“, verweist auf eine „überragende“ Isabel Gois im Tor, die Anica Gudelj „mehr als ersetzt hat“. Die Ausfälle im Rückraum werden von der 21-jährigen Julia Redder kompensiert, die ihre Abschlussqualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Und damit auch Ex-Nationalspielerin Saskia Lang, der Königstransfer vor der Saison, entlastet.

Zu den Stützen der Mannschaft zählt darüber hinaus eine Ex-Kirchhoferin. Rechtsaußen Swantje Heimburg nämlich, die laut ihrer Trainerin „ihre beste Saison bei uns spielt.“ Zu einer Zweitliga-Spielerin gereift ist die Linkshänderin unter Gernot Weiss, der sie zwei Jahre unter seinen Fittichen hatte. Und daher ihre Qualitäten, besonders beim Tempogegenstoß, bestens kennt.

Also muss sich seine Mannschaft, statt auf einen Favoriten in der Krise zu spekulieren, ganz auf ihre eigenen Stärken konzentrieren. Und dazu, so Kirchhofs Trainer nach dem 28:29 gegen Herrenberg, „wieder freier und ohne Druck aufspielen.“ Zumindest dazu ist die Ausgangsposition wie geschaffen.

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