3. Liga

24:19 - Fritzlar hat Charaktertest mit Gloria bestanden

Luisa Krüger
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Luisa Krüger

So kann‘s gehen. Da bekommt Handball-Drittligist Germania Fritzlar beim 15:26 (3:16) gegen den TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst eine wahre Lektion erteilt, wird in der erste Hälfte geradezu deklassiert - und steht prompt wieder auf. Nimmt mit 24:19 (11:7) souverän die Hürde beim Königsborner SV und betreibt damit eindrucksvoll die von Trainer Cojocar geforderte Wiedergutmachung.

Unna - „Die Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben“, freute sich Trainer Cojocar über den bestandenen Charaktertest. Von Beginn an spürbar angesichts einer „ganz anderen Körpersprache“ und einer entsprechenden „kämpferischen Einstellung“ (Cojocar).

Was auch prompt belohnt wurde: Ein 3:0-Lauf (Kiwa, Krüger, Berk) mündete in eine frühe Fritzlarer 4:1-Führung (9.). Danach fanden die Gastgeberinnen etwas besser ins Spiel, verkürzten durch Rabea Pein (2) und Maike Esterhaus auf 4:5 (16.) heran, doch als die 6:0-Deckung der SVG inklusive einer überragenden Torfrau Küllmer die Zügel nochmals anzog, war‘s um die Unnaerinnen geschehen. Die entsprechenden Ballgewinne in der Abwehr wurden konsequent veredelt, als Luisa Krüger einen erfolgreiche Tempogegenstoß nach dem anderen einleitete oder auch selbst entschlossen einlochte. Die 20-jährige Spielmacherin erzielte drei der fünf Tore zur 10:4-Führung nach 27 Minuten.

Kein Ruhekissen, aber eine solide Grundlage, um den ersten Auswärtssieg der laufenden Saison zitterfrei einzufahren. Denn auch nach dem Wechsel hielten die Domstädterinnen die Konzentration hoch. Der Mittelblock Kiwa/Krüger ließ weiterhin nichts anbrennen, Paula Küllmer arbeitete an ihre Top-Quote von 44 Prozent gehaltenen Bällen, Hannah Berk und Melina Hahn harmonierten prächtig auf der rechten Angriffsseite und Hannah Puntschuh schaffte mit ihren Sperren die nötigen Freiräume für ihre Nebenleute.

Keineswegs selbstverständlich, denn nach Ahrends kurzfristigen Ausfall (krank) musste die Germania - nur noch zu acht - mit ihren Kräften durchaus haushalten. Umso erfreulicher, dass die eingewechselte Chantal Reimbold (3) für die erhoffte Entlastung sorgen konnte.

„Sie hat uns mit ihrer Dynamik noch mal richtig gut getan“, lobte „Lucky“ Cojocar die Rückraumspielerin. Der Auftritt der 21-Jährigen passte ins Bild einer Mannschaft, die aus der vorausgegangenen Schlappe gelernt hatte. Die damit aber auch wohl abgehakt ist.  

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