27:21! Plesse gewinnt Derby gegen Moringen

Kein Tor! Moringens Sascha Nowakewitz scheitert hier an Julian Zwengel, der mit zahlreichen starken Paraden zum Heimsieg seines Teams beitrug. Rechts schaut Marvin Grobe zu. Fotos: zje

Als die HSG Plesse-Hardenberg am Samstag in der Halle am Wurzelbruchweg die Moringer Aufholjagd zum 15:13 (38. Minute) mit einem eigenen Zwischenspurt auf 20:14 (45.) beantwortete, war das Südniedersachsen-Derby in der Handball-Verbandsliga schon vor der Schlussviertelstunde entschieden. Am Ende besiegte die HSG Plesse-Hardenberg den MTV Moringen verdient mit 27:21 (14:9).

Bovenden. Wie schon gegen Fallersleben oder in Fuhlen hatte die HSG in beiden Durchgängen mit Startproblemen zu kämpfen. Zunächst stand es nach fünf Minuten 2:2, nach dem Seitenwechsel legten die Gäste eine furiose Aufholjagd vom 14:9 (30.) zum 15:13 (38.) hin, die erst mit dem oben erwähnten HSG-Zwischenspurt abrupt beendet wurde.

Die Moringer, bei denen Frank Nörenberg, der sonst die B- und C-Jugend trainiert, den verhinderten Jürgen Kloth vertrat, probierten es 50 Minuten lang mit dem selben taktischen Mittel: Der jeweilige Kreisläufer zog nach links oder rechts und öffnete so am Kreis Lücken für den Rückraumschützen Clemens Warnecke. Das führte zwar mehrfach zum Erfolg - Warnecke brachte es (bei allerdings deutlich mehr Versuchen) auf neun Treffer - doch es war insgesamt zu wenig, um die Hausherren ernsthaft zu gefährden.

Die hatten am Samstag in Julian Zwengel einen überragenden Torhüter zwischen den Pfosten, der in seinen 56 Minuten Einsatzzeit 16 Würfe, darunter zwei Siebenmeter, abwehrte, und damit die ohnehin nicht besonders wurfgewaltigen Gäste zum Verzweifeln brachte.

Die eigene Offensive kurbelte bis zur Pause Marvin Grobe so erfolgreich an, dass er sich nach der Partie ein Sonderlob von HSG-Trainer Jens Wilfer einhandelte: „Marvin hat unserem Spiel Struktur gegeben.“

Kritik übte Wilfer allerdings an der Chancenauswertung, für die er mehr Sorgfalt anmahnte: „Wir bolzen noch zu viel.“ Die daraus resultierenden Ballverluste quittierte der Coach mit der Feststellung: „Nach oben ist noch Luft.“

HSG: Zwengel (bis 56.), Ahlborn - Beyer 8, Glapka 6/3, S. Schindler 4, Grobe 2, Reimann 2, P. Schindler 2, Gloth 1, Herrig 1, M. Meyer 1, Regenthal.

MTV: Lorenz (1.-30.), Wellhausen - Warnecke 9, Fischer 5, Dewald 3, Heiler 2, Bruns 1, N. Nowakewitz 1, Drews, Goldmann, Fröchtenicht, Mick, S. Nowakewitz. Sternberg. (eko)

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