Handball-Landesliga: TGR sichert sich gegen Hofgeismar/Grebenstein einen Punkt

Die 6:0-Deckung der Gäste konnte sich sehen lassen: Boze Balic, hier am Ball, fand aber immer wieder eine Lücke, auch wenn ihm hier mal der Weg versperrt war. Der Kroate im Rotenburger Trikot kam auf acht Feldtore. Foto: Walger

Rotenburg. In der Handball-Landesliga sichert sich die TGR in einem furiosen Schlussspurt gegen Hofgeismar/Grebenstein doch noch einen Punkt.

In letzter Minute hat Tomislav Balic den Landesliga-Handballern der TG Rotenburg im Heimspiel gegen die HSG Hofgeismar/Grebenstein einen Zähler gerettet. Nach feinem Anspiel von Jan-Oliver Holl traf er vom Kreis aus zum 27:27-Endstand. Zur Halbzeit hatte es 12:12 gestanden.

Das Remis bejubelten die Rotenburger wie einen Sieg. Denn in der 55. Minute schienen sie bereits geschlagen zu sein. Dass sie noch einmal zurückkamen, war typisch für dieses Spiel, das Coach Uwe Mäusgeier treffend als „wellenförmig“ beschrieb. „Am Ende haben wir noch mal das ganze Herz in die Hand genommen“, sagte er.

Das sah der zweite Mann des TGR-Trainerduos, Robert Nolte, ganz ähnlich. In seinem Gesicht hatten die aufreibenden Schlussminuten Spuren hinterlassen. Mit versteinerter Miene verließ er das Spielfeld Richtung Kabine. „Es war ein sehr intensives Spiel“, sagte er später, „wir mussten uns jeden Torwurf sehr, sehr hart erarbeiten.“

Das galt nicht für den Beginn der Begegnung. Gegen da noch indisponierte Gäste gelangen der TGR die Treffer fast nach Belieben. Wenn ein Spielzug doch mal zu versanden drohte, zog eben Boze Balic mal überraschend ab. Als er nach genau einer Viertelstunde auf 7:3 erhöhte, schien sich ein Spaziergang für sein Team anzubahnen. Zumal auch die Rotenburger Deckung sicher stand und Tomas Pankiewicz im Kasten sich fast alle Bälle griff, die bis zu ihm durchkamen.

Martin Denk mit dem 8:4 und Boze Balic mit dem 9:6 (17.) sorgten dafür, dass der Vorsprung erhalten blieb. Doch dann zeigte sich zum ersten Mal, dass es vom Kamm der Welle bis in ihr Tal nicht weit ist. Die Gäste steigerten sich nun im gleichen Maße, wie die TGR nachließ. Sie blieb fünf Minuten ohne Tor und geriet 9:10 ins Hintertreffen (23.).

Kurz wieder obenauf

Anfangs der zweiten Halbzeit schwammen die Rotenburger wieder obenauf. Die Deckung samt Pankiewicz gab sich keine Blöße, der Angriff agierte druckvoll und zielstrebig. Als Philipp Debus das 17:13 (37.) gelang, herrschte Zuversicht im TGR-Lager. Doch die hielt nicht lange vor, denn es folgten erneut fünf schwache Minuten, nach denen die Gastgeber plötzlich 17:18 hinten lagen.

Und es kam noch viel schlimmer. Nach 49 Minuten stand es 19:23. Immer wieder waren die Rotenburger an HSG-Torwart Jan Müller gescheitert. Und in der Deckung hatten sie sich gerade von den Außenpositionen zu viele Tore gefangen. Auch die Einwechslung des zweiten Keepers Christian Koch brachte zunächst nicht den erhofften Effekt.

Das änderte sich in der 55. Minute. Da verhinderte Koch das drohende 22:27 und baute damit sich und seine Vorderleute auf. Allen voran Jan-Oliver Holl, Philipp Debus und Luca Teichmann - da waren sich ihre Trainer einig - bäumten sich gegen die Niederlage auf. Und Koch half ihnen dabei mit mehreren Paraden nach Kräften. Tor um Tor kämpfte sich die Mannschaft gegen konsternierte Gäste heran. Eine Ausgleichschance ließ sie durch Marcus Einhorns Siebenmeter aus, die zweite aber nutzte Tomislav Balic.

Von Thomas Walger

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