Eintracht besiegt Bad Neustadt

29:25-Heimsieg: Erleichterung bei Baunataler Handballer

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Unaufhaltsam: Der Baunataler Fynn Reinhardt ist von den Bad Neustädtern Franziskus Gerr (links) und Maximilian Drude (55) nicht zu stoppen. Felix Rehberg (rechts) und Marvin Gabriel (hinten) beobachten. 

Baunatal – Der erste Saisonsieg ist unter Dach und Fach. 20 Minuten lang taten sich die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal schwer mit ihren Gästen vom HSC Bad Neustadt, dann hatten sie sich auf den unangenehmen Gegner eingestellt und brachten einen letztlich ungefährdeten 29:25 (14:9)-Heimsieg ins Ziel.

Bei den Baunatalern war die Erleichterung groß. „Wir haben in den kommenden Wochen schwere Gegner. Deshalb müssen wir heute gewinnen“, sagte GSV-Trainer Matthias Deppe, dessen Team sein Saisonsauftaktspiel vor einer Woche verloren hatte, noch unmittelbar vor der Partie. Nach der Schlusssirene – seine Mannschaft hatte zuvor einen noch größeren Vorsprung schwinden lassen – klang das so: „Es ist mir völlig egal, ob wir mit zwei oder mit sieben Toren gewinnen. Ich bin dankbar, dass wir es überhaupt geschafft haben.“

Nach drei Minuten lag die Eintracht 0:3 hinten. Eigene Fehler begünstigten schnelle Gegenzugtore der Gäste durch den starken Max Bauer. In der sechsten Minute war es dann soweit. Felix Geßner kam nach schönem Angriff frei zum Wurf und verkürzte auf 1:3.

In der Folge gab es bei beiden Kontrahenten immer wieder überflüssige Ballverluste, Schrittfehler und andere Unstimmigkeiten. Ansehnlich verlief die Partie nicht, bis die Baunataler sich auf die 3-2-1-Deckung der Franken mit Gary Hines als vorgezogenem Spieler eingestellt hatte. Lagen sie zur 20. Minute noch 6:8 hinten, so waren sie beim 14:9 zur Pause plötzlich komfortabel um fünf Treffer vorn.

„Wir haben zu nervös begonnen und einige freie Bälle verworfen. Und zu klein gespielt, ohne die nötige Bewegung“, sagte Deppe. Die Steigerung seines Teams erklärte er so: „Als wir in Bewegung kamen, waren die Lücken da.“ Auch Patrick Ziebert im Tor hatte nach Ansicht des Trainers seinen Anteil: „Er hat in dieser Phase zwei Bälle weggeholt, die man nicht unbedingt halten muss.“

Auch nach dem Wechsel standen die Gäste der Eintracht zunächst hilflos gegenüber. Um neun Tore lag der GSV beim 20:11 (40.) vorn. Erst allmählich fand der Aufsteiger zurück in die Partie und gestaltete das Ergebnis erträglicher. Mehr ließen die Baunataler nicht zu, bei denen die Youngster Tom Kurtz bereits in der ersten und Leo Helbing in der Schlussphase zum Einsatz kamen. Erstmals auf dem Feld stand, zumindest für sieben Minuten, Phil Räbiger, der schon in der Vorbereitung wegen einer Verletzung passen musste.

Besonders erfreulich, nicht nur wegen des Siegs, verlief die Begegnung für Fynn Reinhardt. Nachdem sich der 19-Jährige in der vorigen Saison schon in der Abwehr profiliert hatte, wird er nun auch offensiv immer stärker. Wie seine fünf Treffer belegen. „Ja klar, da sind immer zwei oder drei Kleinigkeiten die stören wie ungenaue Anspiele. Aber sonst bin ich sehr zufrieden mit mir“, sagte er. Geht die Entwicklung so weiter, wird die Eintracht noch viel Freude an ihm haben.

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