Handball

33:33 - Eintracht Baunatal kassiert Ausgleich in letzter Sekunde

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Spielmacher gegen Vollstrecker: Der Baunataler Marvin Gabriel (rechts) im Duell mit Coburgs Andreas Wolf, der am Ende für den Ausgleich sorgte. ARCHIVFoto: DIETER SCHACHTSCHNEIDER

In letzter Minute haben sie einen Zwei-Tore-Vorsprung doch noch verspielt. Beim 33:33 in Coburg gab es das vierte unentschieden in dieser Drittliga-Saison für die Handballer der Baunataler Eintracht. 

66 Sekunden vor Schluss war die Baunataler Welt noch in Ordnung. 33:31 führten die Eintracht-Handballer im Drittliga-Gastspiel bei der Reserve des HSC Coburg, steuerten dem sechsten Auswärtssieg entgegen. Dann aber kassierte Sven Vogel eine fragwürdige Zeitstrafe – und die Großenritter noch zwei Gegentore. Erst versenkte Andreas Wolf einen Strafwurf zum Anschlusstor (59:00), dann erzielte Coburgs Rückraum-Kanonier in letzter Sekunde auch noch seinen neunten Treffer. Es war der Ausgleich zum 33:33, der das vierte Unentschieden der Eintracht in dieser Saison besiegelt.

„Zum zweiten Mal nach dem Spiel in Großsachsen waren wir am Ende wieder nicht clever genug“, bilanzierte Trainer Florian Ochmann und trauerte der verpassten Chance nach. „Bei Ballbesitz und einer Auszeit 25 Sekunden vor Schluss, wenn die Schiedsrichter noch kein Zeitspiel anzeigen, müssen wir den Vorsprung durchbringen.“ Stattdessen wurde den Großenrittern recht fragwürdig ein Stürmerfoul gepfiffen. Dann gab’s einen Freiwurf für Coburg, drei Sekunden vor Ultimo. „Dann steigt dieser Hüne Wolf hoch, der beste Schütze der Liga, und ist auch von einem Fünf-Mann-Block nicht mehr zu verteidigen“, berichtete Ochmann.

Vorangegangen war ein Duell mit mehrfach wechselnden Führungen, in dem die Gäste nie zur klaren Dominanz des Hinspiels (33:22) fanden. Eine Viertelstunde lang legten die Nordhessen mit dem zunächst überragenden Finn Reinhardt vor, doch eine Torflaute mit nur einem Treffer in sieben Minuten nutzte Kellerkind Coburg zur Wende, eine weitere Schwächephase vom 14:14 zum 17:14 bei Halbzeit. Nach 48 Minuten drehten die Baunataler dann den Spieß um. Aus einem 24:26 machten Rechtsaußen Vogel (3) und Spielmacher Marvin Gabriel (1) mit einem 4:0-Lauf in knapp zwei Minuten eine Zwei-Tore-Führung (28:26). Die aber brachten sie nicht über die Zeit.

Zwei Spieltage vor Schluss belegt die Eintracht somit Rang sechs – mit Perspektiven von Rang drei bis acht angesichts des gewonnenen Direktvergleichs gegen Dutenhofen. Gespielt wird noch in Nieder-Roden und am 4. Mai gegen Bruchköbel.

Coburg: Plötz, Apfel 1 - Preller, Franke 2, Kelm 2, Beyer 2, Fichtner 6, Harder, Dude 5, Pernet, Rivera, Bühler, Lilienfelds 4, Knauer 2, Wolf 9/2 Baunatal: Ziebert, Mügge (n. e.) – Weiß 2, Rehberg 7, Reinhardt 5, Trogisch 1, Vogel 4, Willrich, Geßner 7/2, Gabriel 6, Drönner Schiedsrichter: Magalowski/Schwieger (Magdeburg). Zuschauer: 65 Siebenmeter: 2/2:2/2. - Zeitstrafen: 8:4 Minuten Spielverlauf: 2:4 (9.), 6:8 (13.), 10:9 (18.), 12:10 (20.), 14.14 (24.), 17:14 (28.) - 18:17 (39.), 21:18 (41.), 26:24 (48.), 26:28 (50.), 31:33 (57:39), 32:33 (59:00), 33:33 (60:00)

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