3. Handball-Bundesliga: Der Northeimer HC empfängt am Sonntag ab 17 Uhr die HG Köthen

Aufsteiger gegen Aufsteiger

Knappe Kiste: Der Northeimer HC mit Jan-Niklas Falkenhain verlor gegen Tabellenführer Elbflorenz nur hauchdünn. Mit einer ähnlich guten Leistung könnte gegen Köthen etwas gehen. Archivfoto: zje

Northeim. Die Drittliga-Handballer des Northeimer HC stehen im Duell der beiden Aufsteiger vor einem richtungsweisenden Spiel: Wenn sie am morgigen Sonntag ab 17 Uhr in der Schuhwallhalle gegen die HG Köthen antreten, wäre eine Niederlage (dies wäre die elfte am Stück) ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Denn auch die Gäste aus Sachsen-Anhalt, die mit 6:14 Punkten derzeit 13. sind, haben einzig und allein den Verbleib in dieser Liga im Sinn.

Unter diesen Voraussetzungen dürfte die Begegnung zu einem Krimi der Extraklasse werden. Und Northeims Trainer Carsten Barnkothe freut sich trotz des ungeheuren Drucks auf die Partie. „Endlich ein Gegner auf Augenhöhe in einem Heimspiel.“

NHC will Feuerwerk zünden

Daraus spricht - neben dem deutlichen Optimismus - auch eine gehörige Portion Frust. In der 3. Liga gab es in der heimischen Schuhwallhalle, in der der NHC zu Oberligazeiten nahezu unbezwingbar war, gegen Mannschaften, die mit Vollprofis spielen, ebenfalls nur Nackenschläge. Wenngleich diese gegen die Spitzenteams Magdeburg (29:30) und Elbflorenz (30:32) äußerst knapp ausfielen.

Am Sonntag soll das nun anders aussehen. „Wir wollen ein Feuerwerk abbrennen“, verspricht Barnkothe. Allerdings plagen ihn Personalprobleme. Im Rückraum fehlt Maurice Wilke, der über Kniebeschwerden klagt. Dafür rückt Jannes Meyer nach seiner langen Verletzungspause wieder ins Team, nachdem er bereits in der Zweiten einige Spiele absolviert hat. Sorgen macht sich Barnkothe auch um Paul-Marten Seekamp und Leon Schnitt. Beide mussten in dieser Woche das Training abbrechen. Seekamp hatte Leistenbeschwerden, Schnitt Rückenschmerzen.

Der Coach hat mit Blick auf das Köthen-Spiel speziell die Deckungsarbeit im Training intensiviert. „Dort haben wir Defizite.“ Wohl wahr: Mit 330 Gegentreffern hat das Team die zweitmeisten Gegentore der Liga kassiert.

Selbstbewusste Gäste

Köthen dürfte Sonntag selbstbewusst auftreten. Zuletzt hat die Mannschaft den HSV Hannover (Platz sechs) 22:21 geschlagen. Diesen Schwung will man mit nach Northeim nehmen. Trainer Steffen Fischer warnt sein Team allerdings davor, sich als Favorit zu betrachten. Respekt hat er speziell vor Kai Effler, Jan-Niklas Falkenhain, Christian Stöpler und Tim Gerstmann. Ihren Radius will er so weit wie möglich einschränken und sie zu Fehlern zwingen.

Der NHC wird seinerseits auf Svajunas Kairis, Phil Döhler und Tobias Bauske achten müssen. Dieses Trio war maßgeblich für den Erfolg gegen Hannover verantwortlich. Barnkothe erwartet, dass Köthen mit einer starken körperlichen Präsenz und viel Kampfeswillen auflaufen wird.

Am nächsten Wochenende reist Northeim nach Kirchzell. (zhp)

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