5 Gründe für die starke Saison der Eintracht

Baunataler Handballer im Höhenflug: Die Mischung stimmt

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Voller Tatendrang: Die Baunataler um Kapitän Marvin Gabriel (rechts, der hier mit Trainer Florian Ochmann abklatscht) kletterten nach dem Überraschungssieg in Nußloch auf den zweiten Tabellenplatz. 

Baunatal. Es war der bisherige Höhepunkt der starken Saison des GSV Eintracht Baunatal. Die Drittliga-Handballer gewannen am Sonntag bei der SG Nußloch 31:25 – kurz vor Schluss hatten sie sogar mit neun Toren geführt. Damit feierten sie nicht nur einen Erfolg bei einem Meisterschaftskandidaten, sondern kletterten auch auf den zweiten Tabellenplatz. Fünf Gründe für den Baunataler Höhenflug.

1. Der Charakter: Für Eintracht-Trainer Florian Ochmann ist der Charakter der Mannschaft der wichtigste Grund für die starken Leistungen. „Die Einstellung und der Fleiß der Jungs stimmen“, sagt der Coach. „Es ist eine sehr clevere Mannschaft, die auch im Training viel taktisch selbst löst. Die Leistungsträger nehmen die jungen Spieler an die Hand.“

2. Das Trainerteam: Seit dieser Saison ist Ochmann der Trainer bei der Eintracht. Das ist ein Grund für den Aufschwung der Baunataler, wie Kapitän Marvin Gabriel findet: „Es ist das Gesamtpaket, das stimmt. Er hat eine gute Ansprache, das Training ist sowieso gut.“ Das gelte auch für Co-Trainer Dennis Weinrich, der in jeder Woche die Angriffseinheit im Training leitet. Ochmann stellt die Mannschaft auf den jeweiligen Gegner gut ein. „Wir wollen hauptsächlich unser Spiel durchbringen, wissen aber auch, was dem Gegner nicht schmecken wird“, sagt Gabriel.

Ochmann und Weinrich verstehen sich auch privat gut. „Es passt auf allen Ebenen. Wir haben dieselbe Handball-Philosophie“, sagt der Trainer. Zum Team gehört auch Torwarttrainerin Gabi Ghosh. „Sie macht hervorragende Arbeit, was man an den Leistungen von Marian Mügge sieht“, sagt Ochmann.

3.Die Abwehr: Eine Sache, an der Ochmann mit seinem Team in der Vorbereitung besonders arbeitete, war die Defensive. „Wir haben einige Dinge geändert und sind in der Abwehr nun kompakter“, sagt Gabriel und fügt hinzu: „Dazu kommt, dass Fynn Reinhardt im Mittelblock gut eingeschlagen hat.“ Der 19-Jährige machte von Saisonbeginn an das Zentrum zusammen mit Abwehrchef Phil Räbiger zu. „Die Abwehr ist unser Schlüssel zum Erfolg“, sagt Ochmann. „Nach der Verletzung von Phil hatten wir einen kleinen Bruch, aber Niklas Willrich hat es in Nußloch gut gemacht. Daher bin ich zuversichtlich.“

4.Die Leistungsträger: Für das Fundament des Erfolgs sorgen die Leistungsträger. Gabriel, Räbiger, Felix Geßner, Sven Vogel und Paul Gbur – sie alle spielen schon seit Jahren in der 3. Liga und sind jetzt im besten Handballer-Alter. „Unsere Leistungsträger spielen eine überragende Saison“, lobt Ochmann. „Sie bringen Woche für Woche ihre Leistungen.“ So wie Geßner, der mit 82 Treffern der drittbeste Torjäger der 3. Liga Ost ist.

Die Mischung stimmt bei den Baunatalern, „denn hinter den Leistungsträgern haben wir auf jeder Position einen hochtalentierten Spieler“, sagt der Trainer.

5. Die Torhüter: Nach der vergangenen Saison hinterließ Constantin Paar, der seine Karriere beendete, eine große Lücke auf der Torhüterposition. „Conny war jedes Jahr einer der besten Torhüter der Liga“, sagt Gabriel. Die Baunataler holten mit dem jungen Marian Mügge und dem erfahrenen Patrick Ziebert zwei Neuzugänge, die mit Daniel Horn das Torwart-Trio bilden. Alle drei zeigten in dieser Saison schon gute Leistungen. Mügge, der aus der Oberliga kam, sollte eigentlich langsam an die 3. Liga herangeführt werden. Da aber Ziebert und Horn immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen haben, wurde er ins kalte Wasser geschmissen. Und er schwamm. „Er macht das sensationell“, sagt Ochmann. Auch in Nußloch spielte der Keeper stark. „Natürlich hat er in seinen Leistungen auch mal eine Delle. Das ist normal. Nicht normal sind aber seine Ausreißer nach oben.“

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