Heimsieg gegen den Tabellenzweiten

Baunataler Handballer überraschen Nußloch

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Abgehoben: Baunatals Kapitän Marvin Gabriel kommt zum Wurf. Unten sein Mannscha ftskollege Felix Rehberg und der Nußlocher Kevin Bitz. 

Baunatal – Am Ende stand das Publikum in der Baunataler Rundsporthalle. Und das völlig zu Recht. Mit einem sensationellen 35:29 (19:17)-Sieg überraschten die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal am Samstagabend die SG Nußloch. Die Baden-Württemberger um den früheren Kieler Handball-Star Christian Zeitz waren als klare Favoriten nach Nordhessen gekommen und mussten am Ende eine deutliche Niederlage hinnehmen.

„Baunatal hat hier klar die bessere Vorstellung abgeliefert. Unsere Abwehr war viel zu oft zu spät. Und mit den Positionswechseln sind wir nicht zurechtgekommen“, versuchte der 38-jährige Zeitz eine Erklärung.

Aber obwohl der Weltmeister des Jahres 2007 selbst sieben Tore mit teilweise unkonventionellen Unterarmwürfen erzielte, fanden die Gäste aus der Nähe von Heidelberg keine Mittel gegen die Baunataler, die von Beginn an in Führung lagen. Nur zweimal konnte Nußloch ausgleichen, aber nie selbst in Führung gehen. „Dieser Sieg macht mich heute zu einem wirklich glücklichen Menschen. Unser Einsatz und das ständige Engagement meiner Spieler im Training sind endlich voll belohnt wurden“, sagte nach dem Spiel Eintracht-Trainer Florian Ochmann.

Davon konnten sich am Samstagabend die 410 Zuschauer selbst überzeugen. Gleich auf mehreren Positionen wussten die Baunataler in ihrem vorletzten Heimspiel zu überzeugen.

Der Mittelblock mit Fynn Reinhardt und Florian Weiß funktionierte bestens, der Rückraumrechte Kevin Trogisch lieferte eine grandiose Vorstellung mit sechs Feldtoren ab, und Marvin Gabriel steuerte insgesamt acht Tore bei. Zudem beeindruckte Kreisläufer Felix Rehberg mit sechs Toren. Damit aber nicht genug: Patrick Ziebert zeigte im Tor der Baunataler eine herausragende Leistung mit zehn Paraden – davon zwei gehaltene Siebenmeter. Dabei war der Baunataler Sieg nicht ausschließlich den herausragenden Einzelleistungen geschuldet. Das gesamte Offensivspiel wurde diszipliniert durchgezogen, Tempogegenstöße konsequent und teilweise spektakulär umgesetzt, und auch die Angriffe aus dem Rückraum ließen nichts zu wünschen übrig, sodass der sechste Platz als Saisonziel wieder in Sichtweite für die Eintracht rückt.

Auf der anderen Seite wirkte das Nußlocher Spiel teilweise behäbig, sodass sich Eintracht-Trainer Ochmann sogar den Luxus leisten konnte, auf den Einsatz von Dimitri Ignatow zu verzichten, während Nußlochs Trainer Christian Job immer wieder vergeblich versuchte, seine Spieler in den Auszeiten auf Kurs zu bringen.

„Endlich stimmte mal wieder alles“, sagte Baunatals Kapitän Marvin Gabriel, und Fynn Reinhardt ergänzte: „Genial, wie alles gepasst hat. Das ist ein Sieg, den wir uns verdient und hart erarbeitet haben.“

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