Baunataler Handballer verlieren zum Saisonauftakt

In die Zange genommen: Robin Unger (links) und Denny Purucker (rechts) von Germania Großsachsen hindern den Baunataler Niklas Plümacher am Wurf. Foto:  Schachtschneider

Baunatal. Das Ergebnis trügt am Ende ein wenig. Es hätte auch eine sehr viel deutlichere Niederlage werden können beim Auftakt der Handballer von Eintracht Baunatal in Liga drei.

Dass es am Ende nur 28:30 (15:15) gegen Germania Großsachsen hieß, das lag vor allem daran, dass die Gäste in den letzten Minuten merklich zurückschraubten, die Baunataler so noch ein wenig Ergebniskosmetik betrieben.

„Zwischen der 33. und 45. Minute haben wir das Ding verloren“, sagte ein sichtlich enttäuschter Trainer Mirko Jaissle kurz nach Spielschluss. „Da haben wir jegliche Aggressivität in der Abwehr vermissen lassen. Uns hat die Aufmerksamkeit und Konzentration gefehlt.“ Im Endeffekt waren es sogar die Minuten 30 bis 50, die einen erfolgreichen Auftakt der Eintracht in der heimischen Rundsporthalle zerstörten.

Denn bis dahin waren die Nordhessen gut im Spiel. Das Premierentor der Saison gelang Mittelmann Marvin Gabriel nach 58 Sekunden. Lange war es danach eine Partie, in der sich keine Mannschaft absetzen konnte. Mal führte Baunatal mit einem Treffer, mal der Gast aus Baden-Württemberg. Nach einer Viertelstunde war das Heimteam dann erstmals auf zwei Tore weg.

Felix Geßner

Zu diesem Zeitpunkt stand der Mittelblock um Niklas Plümacher und Phil Räbiger stabil, Gabriel zog im Angriffsspiel die Fäden und war selbst erfolgreich. Seinen sechs Treffern in der ersten Halbzeit folgte dann allerdings kein weiterer in Durchgang zwei. Nachdem die Baunataler kurz vor der Pause noch 14:11 geführt hatten, kassierten sie mit dem Halbzeitpfiff einen Siebenmeter von Großsachsens Robin Unger zum Ausgleich. „Die erste Halbzeit war in Ordnung“, befand Jaissle.

Der Knackpunkt dann kurz nach der Pause: Nachdem Großsachsen 17:15 in Führung geht, verkürzt Felix Geßner - mit acht Treffern am Ende erfolgreichster Baunataler. Dann hält Constantin Paar und erneut Geßner hat die Chance zum Ausgleich, wird gefoult - der Pfiff bleibt aber aus. Im Gegenzug bekommt der Linksaußen die erste Zweiminuten-Strafe der Partie. Und in der Folge zieht der Gast bis auf 17:23 weg, trifft immer wieder in Unterzahl und kann sich auf Torwart Sandro Sitter verlassen, der den Kasten zunagelt.

Baunatal nimmt in dieser Phase immer wieder schwierige Würfe, bereitet die Angriffe nicht vor. Von 21:29 kommen sie zwar noch einmal auf drei, am Ende auf zwei Tore ran, aber eben nur, weil Großsachsen die Angriffe nicht mehr mit letzter Konsequenz ausspielt.

„Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns“, bilanzierte Jaissle. Zunächst stehen erst einmal drei Auswärtsspiele an: in Northeim, Bad Neustadt und Großwallstadt. „Auswärtsspiele lagen uns im vergangenen Jahr“, hofft der Trainer. Mit Northeim wartet zunächst ein Aufsteiger aus der Oberliga.

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