Sandy Hobrecht und Sören Lange lernten beim SCM das Handballspielen

Vor dem DHB-Pokal: Zwei Northeimer haben eine Magdeburger Vergangenheit

+
Sören Lange und Sandy Hobrecht haben beide eine Magdeburger Vergangenheit, landeten aber in Südniedersachsen. 

Wenn in der ersten Hauptrunde des DHB-Pokals der Northeimer Handball-Club gegen den SC Magdeburg antritt, schlagen bei zwei Northeimer Handballern die Herzen nicht nur für Schwarz-Gelb.

Sandy Hobrecht und Sören Lange haben ihre handballerische Ausbildung in der Sportschule des SCM erhalten. Wir haben uns mit beiden zum Doppelinterview getroffen.

Frau Hobrecht, Herr Lange: Magdeburg oder Northeim? Für wen schlägt das Herz am Samstag?

Lange: Magdeburg bleibt immer unsere Heimat. Natürlich haben wir beide noch Kontakt zum Verein. Mit vielen Spielern des aktuellen Teams habe ich ja noch in der Jugend und der 3. Liga gespielt. Zwar hört man manchmal lange nichts voneinander, aber wenn wir uns treffen, dann ist es, als wären wir nie getrennt gewesen. Wie es eben im Handball immer ist: Man bleibt einfach freundschaftlich verbunden.

Hobrecht: Wenn man mit 13 Jahren vom Land ins Handball-Internat wechselt, dann ist das ein harter Einschnitt. Aber man findet im Internat auch Freunde fürs Leben. Und durch meine Familie werde ich immer mit dem SCM verbunden bleiben. Den aktuellen Kader kann ich immer noch aufsagen.

Wie lebt es sich als Jugendlicher in einem Sportinternat?

Hobrecht: Zu viert mit Stockbett in einem Zimmer, ein kleiner Tisch und vier Stühle. Man muss sich schon gut verstehen, um so über lange Zeit zusammen zu leben. Aber für Streit bleibt eigentlich kaum Zeit, da man nach dem ganzen Training einfach kaputt ist.

Wie ist es mit Heimweh?

Hobrecht: Dafür hat man kaum Zeit. Der Tag ist durchgeplant: Training vor der Schule, Training danach, Hausaufgaben – man fällt abends einfach ins Bett. Aber ein paar Tränen unter der Bettdecke gab es auch.

Lange: Ich war sozusagen Heimschläfer und habe nur das Training und die Schule mit den Internatsschülern besucht. Das war sicher ein Vorteil, weil man etwas mehr Privatsphäre hatte.

Handball oder Schule – was war wichtiger?

Lange: Handball! Bei acht Trainingseinheiten in der Woche, dazu der Schulsport: Da kann man Spielzüge oder athletische Übungen viel intensiver trainieren als in einem Breitensportverein. Gerade für die Basis-Techniken hat man viel mehr Zeit. Aber Schule ist natürlich auch wichtig, denn wir wollten natürlich alle unser Abi machen.

Hobrecht: Um fünf Uhr morgens klingelte der Wecker, da musste man Handball schon sehr mögen. Gerade die erste Trainingseinheit vor der Schule war sehr schwer. Aber wir konnten auch in tollen Mannschaften spielen, das hat unheimlich motiviert. Schule war dann weniger wichtig.

So läuft das Turnier:

SAMSTAG

16 Uhr: SC Magdeburg gegen den Northeimer HC

19 Uhr: VfL Eintracht Hagen gegen den HSV Hamburg

SONNTAG 

16 Uhr: Endspiel 

Der Gewinner zieht in die nächste Runde ein.

Karten für das Turnier am Wochenende in der Göttinger S-Arena gibt es in allen HNA-Geschäftsstellen. So zum Beispiel in Northeim (In der Fluth 24), geöffnet am Freitag von 8.30 bis 17 Uhr. Online kaufen kann man Tickets bei Reservix. Auch die Tageskasse an der Halle wird geöffnet haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.