Handball - 3. Liga Männer: „Das war doppelt wichtig“

Northeim gewinnt das letzte Heimspiel des Jahres

Per Dreher um den Keeper: Der Northeimer Leonhard Jöhnk gegen den Magdeburger Schlussmann Lukas Diedrich, der aus Lindau kommt. Foto: zhp

Northeim. Die Drittliga-Handballer des Northeimer HC haben mit viel Leidenschaft und den letzten Energiereserven den SC Magdeburg II mit 37:33 (23:16) niederkämpft. Die rund 500 Zuschauer in der Schuhwallhalle waren restlos begeistert, die Northeimer Spieler so erschöpft, dass sie fast gar nicht mehr richtig jubeln konnten.

„Wir wollten eine Antwort auf die vergangene Woche geben“, sagte Paul-Marten Seekamp, der sein Team zum Sieg getrieben hatte. Vor Wochenfrist verlor der NHC nicht nur 28:29 gegen Hanau, sondern auch Tim Gerstmann, der sich die Achillessehne riss.

Lange behält die Nerven

„Wir waren unsicher, ob uns das gelingt. Von daher war der Sieg gegen Magdeburg sogar doppelt wichtig. Wir wissen jetzt, dass wir es auch ohne Tim schaffen können“, freute sich Trainer Carsten Barnkothe. „Wir haben den Grundstein zum Erfolg mit einer überragenden ersten Halbzeit gelegt, als wir den entscheidenden Vorsprung herausgespielt haben.“ Gerstmann verfolgte mit seinem ruhig gestellten Bein die Partie vom Rand aus.

„Wir haben die Magdeburger mit ihren eigenen Waffen geschlagen: mit ganz, ganz viel Tempo“, sagte Co-Trainer Jens Schuboth. Dieser Spielweise musste der NHC in der zweiten Halbzeit jedoch Tribut zollen, als die Gäste um ihren starken Spielmacher Juan de la Pena und den aus Lindau kommenden Torhüter Lukas Diedrich immer mehr aufholten.

Doch die Northeimer zeigten, wer der Herr in der Schuhwallhalle ist. Ganz wichtig war in der Endphase, dass Sören Lange, der einst selbst durch die Schule des SC Magdeburg gegangen ist, beim Stand von 31:29 in der 54. Minute die Nerven behielt und mit einem Siebenmeter die Führung wieder auf drei Treffer ausbaute. Das gab in der Folge wieder etwas mehr Selbstvertrauen, um den Angriffen des Erstliganachwuchses Stand zu halten.

Die letzten Minuten gehörten schließlich den Gastgebern, nachdem der SCM gemerkt hatte, dass nichts Zählbares mehr zu holen war.

NHC: Stammer, Armgart, Gobrecht - Meyer 4, Jöhnk 2, Schlüter, Krebs 6/1, Lange 8/1, Seekamp 4, Hoppe 4, Strupeit, Berthold 9, Dewald. (zhp)

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