Eintracht Baunatal fährt selbstbewusst nach Coburg

Wieder fit: Rückraum-Stratege Phil Räbiger. Archivfoto: Hedler

Kassel. Ein Punktgewinn beim Spitzenreiter - einen besseren Mutmacher gibt es kaum für ein Handballteam, das in der dritten Liga im Abstiegsstrudel steckt.

Entsprechend selbstbewusst fährt die Baunataler Eintracht zum Gastspiel bei der zweiten Mannschaft des HSC Coburg am Samstag um 16 Uhr. „Nach drei Niederlagen zuvorkam das Erfolgserlebnis in Leutershausen gerade recht, die Stimmung ist jetzt natürlich gut“, berichtet Mirko Jaissle.

Und da ist noch mehr, was die Nordhessen und ihren Trainer aufbaut: „Es gab in dieser Woche endlich einmal keine neuen Hiobsbotschaften“, erläutert Jaissle. Besser noch: In Phil Räbiger nach einem Bauchmuskel-Faserriss und Marvin Gabriel nach einer Hüftbeuger-Zerrung stehen gleich zwei arrivierte Rückraumspieler vor ihrem Comeback.

Was dem Coach Alternativen schafft, aber auch einen interessanten Konkurrenzkampf bringt. Insbesondere auf der linken Seite. Dort kehrt mit Räbiger (27) der etablierte Routinier zurück, Freddy Drönner (20) ist der Mann der Stunde, und Rekonvaleszent Niklas Willrich (20) drängt mit jedem Training mehr zurück ins Team. Und in der „Zentrale“ hat der 19-Jährige Florian Weiß den Ausfall Gabriels zuletzt mit großartigen Leistungen kompensiert.

Das Interessante: Alle ihre sieben Punkte haben die Großenritter gegen Top-Sechs-Teams geholt. Großwallstadt war am Spieltag beim 27:26 Sechster, Rodgau (27:23) und Hanau (26:25) jeweils Dritter, Leutershausen (26:26) zuletzt sogar Spitzenreiter. Über die Gründe dafür haben Jaissle und seine Mannen in diesen Tagen diskutiert. „Vielleicht haben uns diese Mannschaften ein wenig unterschätzt, vielleicht treten wir gegen sie schlichtweg couragierter auf im Denken, dass wir wenig zu verlieren haben“, spiegelt der Coach die Meinungen wieder.

Völlig unabhängig davon aber gehe es nun darum, gerade gegen die Teams auf den mittleren und unteren Ranglisten-Plätzen zu punkten, um in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Am besten schon in Coburg beim Elften. „Das ist ein ganz unangenehmer Gegner, der bisher Hoch verloren oder hoch gewonnen hat“, sagt Jaissle. Im Rückraum ragen Andreas Wolf (links) als Schütze und Benny Kellner als Spielmacher heraus - „aber alle anderen können auch jedes Spiel entscheiden“, sagt Jaissle. Und hofft doch auf den nächsten Coup seiner Baunataler.

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