3. Liga Handball

Junge Trainer: Simon Gruber und Tim Götze coachen Baunataler C-Jugend

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Ein gutes Team: Tim Götze (links) und Simon Gruber trainieren die C-Jugend von Eintracht Baunatal.

Baunatal. Ein kurzer Pfiff, ein lauter Ruf: Schon haben die Handball-Trainer Simon Gruber und Tim Götze die Aufmerksamkeit der C-Jugendlichen des GSV Eintracht Baunatal. 

Ein Autoritätsproblem haben die beiden 21-Jährigen nicht, obwohl sie nur sieben, acht Jahre älter sind als ihre Schützlinge.

Das hat mehrere Gründe: Zum einen spielen beide selbst von klein auf Handball – Gruber hat bei der HSG in Kirchbauna angefangen, wo er nach vielen Jahren in Großenritte immer noch aktiv ist; Götze kam von der HSG Wesertal nach Baunatal – und kennen ihren Sport aus dem Effeff. Zum anderen kennen sich beide schon ihr halbes Leben und ticken ähnlich. Mit 13 Jahren haben sie zusammen in der C-Jugend des GSV angefangen und dann vier Jahre zusammengespielt. Ihre Väter Henning und Klaus bildeten damals das Trainer-Gespann. Auch als Götze in der A-Jugend nach Wesertal zurückkehrte hielten die beiden Lehramtsstudenten Kontakt.

Als Gruber vor drei Jahren vom Verein angesprochen wurde, ob er sich vorstellen könnte, eine Trainerposition zu übernehmen, musste er nicht lange überlegen. „Als Lehrer werde ich auch mit jungen Menschen arbeiten, da schadet es nicht, beim Handball schon einige Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Gruber. Götze holte er ins Boot, als GSV-Urgestein Dieter Worst zum Ende der vergangenen Saison seinen Rücktritt erklärte. 

„Die Fußstapfen von Dieter sind groß und ich war in den ersten Trainingseinheiten etwas nervös“, gibt Götze zu. Doch noch vor der neuen Spielzeit feierte er einen großen Erfolg mit seinem neuen Team. „Wir haben die Qualifikation für die Oberliga im ersten Durchgang geschafft“, erinnert sich Götze. Er saß damals erstmals alleinverantwortlich auf der Trainerbank. Gruber sponserte später einen Kasten Cola, weil keiner mit diesem Erfolg gerechnet hatte.

Matthias Bergmann unterstützt die beiden Nachwuchs-Coaches als Torwart-Trainer. Er schätzt ihre Verlässlichkeit und, „dass sie die kleinste Fehlerstellung korrigieren, und zwar unmittelbar dann, wenn sie passiert.“ Damit wollen Gruber und Götze ihre Spieler individuell voranbringen, aber auch das Mannschaftsgefüge stärken. So muss die ganze Truppe mitunter auch mal Bahnen laufen. „Das haben schon unsere Väter mit uns gemacht“, lachen sie.

Am 9. September startet die C-Jugend mit einem Auswärts-Spiel gegen die JSG Schwarzbach in die Saison. „Die Jungs sind brutal motiviert“, sind sich die Trainer einig. Auch das vielleicht ein Grund, warum ein kurzer Pfiff, ein lauter Ruf ausreichen, um sich Gehör zu verschaffen.

Von Carina Wagener

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