Handball: Die Eintracht am Boden

Drittligist Baunatal unterliegt Groß-Bieberau/Modau klar 16:26

Bild mit Symbolcharakter: So wie hier Felix Rehberg am Boden liegt, ging es dem GSV Eintracht Baunatal nach der Niederlage gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau. Foto: Malmus

Baunatal. Nur die wenigen mitgereisten Fans aus dem südlichen Teil Hessens hauten nach Spielschluss noch auf die Pauke. Die heimischen Anhänger in der Baunataler Rundsporthalle mussten den Paukenschlag erst einmal verdauen.

Mit 16:26 (9:15) unterlag der GSV Eintracht Baunatal in der 3. Liga Ost der MSG Groß-Bieberau/Modau. Ratlos und niedergeschlagen schlichen die Großenritter Handballer vom Feld. So hatte man sich das sicher nicht vorgestellt, das „war ein gebrauchter Abend“.

Die Eintracht war gut ins Spiel gestartet und bis zum 8:8 (19.) konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Doch danach begann das Dilemma aus Sicht der Gastgeber. Die spielten zwar in der Abwehr wieder recht gut und ließen im Positionsangriff die Gäste nicht wirklich zur Entfaltung kommen. Aber im Angriff war das Auftreten der Baunataler schlichtweg katastrophal. Und es passierte das, was Trainer Mirko Jaissle später als „den Gästen in die Karten gespielt“ bezeichnete.

Baunatal mit 26 Fehlwürfen

Die MSG Groß-Bieberau/Modau ist immer dann stark und gefährlich, wenn sie zu ihrem schnellen Spiel kommt. Und genau das förderten die Großenritter mit insgesamt 26 Fehlwürfen und 13 technischen Fehlern.

„Wir haben im Training genau besprochen, was uns nicht passieren darf, weil es die MSG stark macht. Und trotzdem passiert es dann“, sagte Trainer Mirko Jaissle. „Wir nehmen uns einfach nicht die nötige Ruhe im Abschluss und das bringt uns aus dem Rhythmus.“

Rot für Buschmann

Zur Pause deutete sich mit der 15:9-Führung der MSG schon eine Niederlage an. Dass sie so klar wurde sicher nicht. Auch die Tatsache, dass die guten Schiedsrichter einem der besten Gästespieler, Tim Buschmann, nach 29 Minuten nach einem Foul an Felix Rehberg die Rote Karte zeigten, konnte Baunatal nicht nutzen.

Eines wurde auf jeden Fall deutlich, im Angriff fehlte ein Führungsspieler, wie Marvin Gabriel zum Beispiel. Der saß verletzt auf der Tribüne. Bleibt die Hoffnung, dass er im Saisonendspurt wieder einsetzbar ist. Dazu waren die Gäste in Eins-gegen-Eins-Situationen einfach stärker. Die MSG Groß-Bieberau/Modau war über 60 Minuten konsequenter in Abwehr und Angriff.

Wenn ein Spieler der Großenritter trotz der Niederlage Sonderlob verdient hat, dann war dies Torwart Daniel Horn. Der verbuchte 15 Paraden und hielt zwei Siebenmeter.

Jetzt haben die Baunataler Zeit bis zum 7. April, um sich wieder aufzurichten. Dann kommt Schlusslicht Coburg, alles andere als ein Sieg der GSV-Handballer wäre wohl die negative Überraschung überhaupt.

Von Peter Fritschler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.