Handballer gastieren am Sonntag bei der Bundesliga-Reserve

Eintracht Baunatal mit voller Kapelle in Erlangen

In Erlangen dabei: Baunatals Marvin Gabriel gegen die Großwallstädter Tom Spieß (links) und Dino Corak. Foto: Hedler

Baunatal. Zu ungewohnter Zeit sind die Baunataler Drittliga-Handballer im Einsatz, denn die Partie in Erlangen gegen die Bundesliga-Reserve wird am Sonntag um 15.30 Uhr angepfiffen. Aber vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten überwiegen bei der Eintracht die positiven Aspekte.

In dieser Phase der Saison ist es ungewöhnlich, dass kein einziger Spieler auf der Verletztenliste steht. Ist das Glück oder eine geschickte Trainingssteuerung? Vermutlich ist es eine Mischung aus beiden Komponenten. Fest steht jedoch, dass Trainer Mirko Jaissle aus dem Vollen schöpfen kann und in Erlangen aufbietet, was in Baunatal Rang und Namen hat.

Dazu zählen auch die Rückraumspieler Phil Räbiger, Marvin Gabriel und Paul Gbur. Das Trio fehlte bei der Baunataler 24:29-Hinspielniederlage, und nicht nur Jaissle hat den Eindruck, dass es nicht aussichtslos ist, der jungen und talentierten Erlanger Mannschaft Paroli zu bieten. Der Trainer nennt das: „Wir sind ein aussichtsreicher Außenseiter.“

Schwer wird wohl vor allem die Aufgabe, Rechtsaußen Maximilian Lux zu stoppen, denn der 22-Jährige gehört dem Erlanger Bundesligakader an und blickt auch schon auf einige Einsätze in der weltweit besten Handball-Liga zurück. Jaissle aber sagt: „Den Glücksfall, eine komplette Mannschaft aufbieten zu können, müssen wir nutzen.“

Obwohl Jaissle am Ende der Saison seinen Platz auf der Baunataler Trainerbank räumen muss, gibt es an seiner Arbeit nur wenig auszusetzen. Die Leistungsträger spielen auf ihrem gewohnt hohen Niveau, und die nachdrängenden jüngeren Akteure blicken auf eine positive Entwicklung zurück. Herausgekommen ist bisher der siebte Tabellenplatz, und Platz vier liegt bei vier Punkten Rückstand in Reichweite. Der vierte Rang ist übrigens das erklärte Ziel der Baunataler, denn er berechtigt zur Teilnahme am DHB-Pokal.

Und wie kommt Jaissle mit seiner Rolle als scheidender Trainer klar? „Gut“, sagt der 46-Jährige, der hinzufügt: „Ich freue mich auf den Rest der Saison, aber auch auf die Zeit danach, in der ich mehr Zeit mit meinem sechsjährigen Sohn verbringen kann.“

Gut möglich ist es, dass Jaissle ein Sabbatjahr einlegt, aber auch ein baldiges Engagement bei einem anderen Verein schließt er nicht aus. Jedenfalls sind die drei Jahre bei der Eintracht eine gute Empfehlung.

Von Gerd Brehm

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