Dritte Liga: Baunataler Handballer gewinnen hochverdient 29:26 gegen Bad Neustadt

Gbur führt Eintracht zum Sieg

Wurfposition: Linkshänder Paul Gbur (links) erzielte acht Tore zum 29:26-Sieg des GSV Eintracht Baunatal über den HSC Bad Neustadt in der dritten Handball-Liga, rechts die Gästespieler Singwald (17) und Gerr. Foto: Fischer

baunatal. Für schwache Nerven war sie nichts, die Begegnung der 3. Handballliga Ost zwischen dem GSV Eintracht Baunatal und dem HSC Bad Neustadt. Als aber nach 60 Minuten der hochverdiente 29:26 (16:14)-Sieg der Gastgeber feststand, da fiel die Spannung ab und die wenigen Zuschauer in der Rundsporthalle konnten endlich jubeln.

Lange Zeit war es ein offener Schlagabtausch, führten die Gäste oder hielten später bei Baunataler Führung die Partie offen. Letztendlich waren es die Kampfkraft der Großenritter, eine Steigerung nach der Pause und ein überragender Paul Gbur, die für den Erfolg zeichneten.

Und in der Schlussphase war es Alexander Klocke im Tor, der zwei Siebenmeter parierte. Begonnen hatte Conny Paar im Kasten der Eintracht. Für ihn kam nach 47 Minuten Daniel Horn. Als dieser von einem Bad Neustädter Spieler in der 56. Minute mit dem Ball im Gesicht getroffen wurde, kam Klocke ins Tor. GSV-Trainer Mirko Jaissle hatte drei Torhüter nominiert und so auf einen Feldspieler verzichtet. Und das zahlte sich aus.

Jaissle brauchte nach dem Sieg etwas Zeit, um zur üblichen Pressekonferenz zu kommen. „Ich musste nach diesem mitreißenden Spiel erst einmal etwas Luft schnappen“, bekannte er. „Wir sind heute nicht so gut gestartet, haben uns aber schon im Lauf der ersten Halbzeit enorm verbessert.“ Jaissle wollte an diesem Abend besonders Paul Gbur und Alexander Klocke loben, sagte aber auch „ich bin stolz auf die ganze Truppe“.

Felix Geßner verabschiedete sich mit sieben Treffern vorerst aus der Mannschaft. Er wird sich heute der notwendigen Operation am Fuß unterziehen. „Ich hoffe aber, zum Saisonende wieder dabei zu sein“, sagte er.

Schlechter Start

Die Eintracht hatte vor 150 Zuschauern in der Rundsporthalle schlecht begonnen. In der Abwehr ließ man den Gästen von der Saale zu viel Spielraum, den diese auch eiskalt nutzten. Nach 20 Minuten führten sie mit 11:7. Doch danach kam der GSV stärker auf. Die Deckung griff jetzt früher an, störte die Laufwege und der HSC-Angriff kam ins Stottern. Auf der anderen Seite hatten die Baunataler jetzt ihr statisches Spiel abgelegt, übten mehr Druck auf die Deckung der Gäste aus und führten so zur Pause mit 16:14.

Nach dem Wechsel lief es bei der Eintracht auf Hochtouren. Christian Schade sorgte mit wichtigen Treffern für einen guten Auftakt, Paul Gbur führte Regie und traf. Und die Eintracht warf dazu ihre Kampfkraft in die Waagschale. Denn selbst in Unterzahl ließ man sich nicht aus dem Konzept bringen. Und durfte nach 60 Minuten mit Recht einen am Ende verdienten Sieg bejubeln.

Von Peter Fritschler

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