Eintracht-Handballer erwarten den ungeschlagenen Drittliga-Spitzenreiter Neuss

Gelingt Baunatal der Coup?

Wieder an Bord: Baunatals Rückraumakteur Paul Gbur steht seinem Team im schweren Spiel gegen den Tabellenführer zur Verfügung. Foto: Fischer

Baunatal. Ja, es gibt eine Männer-Mannschaft in der dritthöchsten deutschen Handball-Klasse, die noch nicht einmal verloren hat: Der Neusser HV aus der 3. Liga West steht nach 17 Spieltagen bei 33:1 Punkten. Den einzigen Punktverlust erlitt das Team aus dem Rheinland kurz vor Weihnachten beim 29:29 gegen den ärgsten Verfolger VfL Eintracht Hagen.

Am heutigen Samstag nimmt der GSV Eintracht Baunatal ab 18 Uhr in der heimischen Rundsporthalle einen Anlauf, dem Überflieger vom Niederrhein einen Dämpfer zu verpassen. Dass dies ein schwieriges Unterfangen wird, ist Eintracht-Trainer Mirko Jaissle klar: „Neuss hat das beste Team und spielt den besten Handball. Ein Sieg gelingt nur dann, wenn bei uns alles perfekt läuft und der Gegner nicht seinen besten Tag hat.“

Einige Fakten zu diesem mit Spannung erwarteten Vergleich:

• Die Baunataler werden dem Favoriten ein Duell auf Augenhöhe bieten. Im Hinspiel kassierten die Nordhessen zwar in Neuss eine 28:40-Packung. Seit der Pleite Mitte September ist aber einiges passiert. Denn in den vergangenen drei Monaten entschieden die Großenritter sämtliche Heimspiele zu ihren Gunsten: fünf Spiele, fünf Siege. Darunter war Mitte dieses Monats das 29:27 gegen Dormagen. „Wir spielen zu Hause gut und stellen immer eine solide Abwehr“, lobt der zurzeit noch verletzte Sven Vogel das eigene Team.

• Der GSV-Coach weiß, wie er den Kontrahenten ärgern kann. Da der Gast einige herausragende Kräfte aufbietet, gilt es, entschlossen zu verteidigen. So muss die Baunataler Hintermannschaft den früheren Erlanger Bundesliga-Profi Daniel Pankofer, der das Spiel seiner Mannschaft dirigiert, stets im Blick haben. Höherklassige Erfahrung sammelte zudem Rückraumstratege Felix Handschke in Essen. Zudem gilt es aus Eintracht-Sicht, Löcher in die Abwehr um Zwei-Meter-Mann Thomas Heider zu reißen. „Unser Ziel muss es sein, so lange wie möglich dran zu bleiben, um in der entscheidenden Phase unsere Chance zu suchen und zuzuschlagen“, erklärt Jaissle. Am Rande der Partie trifft der Coach auf einen guten Bekannten. Zusammen mit NHV-Manager Rene Witte legte er die Prüfung zur Trainer-B-Lizenz ab. Witte ist in dieser Region ohnehin kein Unbekannter. Der gebürtige Eisenacher stieg einst mit dem Eschweger TSV in die 2. Bundesliga auf.

• Die Baunataler treten nicht in Bestbesetzung an. Dies ist keine Überraschung. Denn bei Rechtsaußen Vogel war klar, dass er frühestens Anfang Februar gegen den Longericher SC Köln mitwirken kann. Fehlen wird auch Niklas Willrich, der wieder unter Knieproblemen leidet. Wieder zur Verfügung steht allerdings Paul Gbur nach überstandener Zahn-OP.

Von Björn Mahr

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