33:25 – Baunataler Drittliga-Handballer setzen sich mit Heimsieg über Rödelsee vom Tabellenkeller ab

Geßner trifft fast nach Belieben

Unaufhaltsam: Immer wieder überwand der 15-fache Baunataler Torschütze Felix Geßner die Deckung des TSV Rödelsee. Foto: Malmus

Baunatal. Schon zur Pause stand er mit fünf Treffern gut da. Danach klappte alles. Ob per Tempogegenstoß, Roller oder Heber, von außen oder der Siebenmeterlinie - wenn Felix Geßner loslegte, landete der Ball im gegnerischen Tor, zwischen der 30. und 51. Minute zehnmal. Damit trug der 24-Jährige maßgeblich zum 33:25 (13:10)-Heimsieg der Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal über den TSV Rödelsee bei.

Ein sattes Grinsen konnte sich Geßner schon auf dem Feld kaum verkneifen. Noch lange nach der Schlusssirene hielt es sich. „Gewinnen macht immer Spaß“, betonte er, ohne die eigene Leistung zu hoch hängen zu wollen: „Es lag daran, dass die Abwehr so stark war und Conny gut gehalten und die Bälle schnell nach vorn gepasst hat.“ Besagter Constantin Paar wehrte 13 Würfe ab und bereitete sechs Tore durch seine weiten Abwürfe vor. Nachdem er noch soeben lässig einen Heber aus der Luft gepflückt hatte, machte er unter dem Jubel der rund 350 Zuschauer Platz für Daniel Horn (54.).

Nach dem dritten Baunataler Erfolg aus den letzten vier Spielen sah es zunächst nicht aus. Ständig lag die Eintracht hinten und führte erstmals durch Dennis Weinrichs Treffer zum 10:9 (25.). Bis dahin fehlten Selbstvertrauen, Wachsamkeit und Ideen gegen die unangenehmen, aber biederen und zunehmend demoralisierten Unterfranken. Auch wenn der Vorletzte nicht seinen besten Tag hatte, maß Geßner dem Sieg hohe Bedeutung bei: „Wir haben ein Polster nach hinten geschaffen und müssen während der zweiwöchigen Pause nicht an einer Niederlage knabbern.“

Mirko Jaissle sah es ähnlich. „Der Sieg war gut für die Moral. Zumal wir jetzt zusammen essen gehen. Wir haben kein Zitterspiel hingelegt und mussten nie einem großen Rückstand hinterherlaufen“, merkte der Eintracht-Trainer an. Aber auch einige Schwächen hatte er registriert: „Weil wir anfangs zu passiv waren, wurde es schwerer als nötig. Und wegen des Torverhältnisses hätte ich gern höher gewonnen.“ Letztlich überwog für Jaissle das Positive. „Außer in den ersten zehn Minuten haben wir nicht viel zugelassen“, meinte er und geriet ins Schwärmen: „In der zweiten Halbzeit haben wir Gegenstoßspiel in Perfektion gezeigt.“

Baunatal: Paar, Horn (ab 54.) - Wunderlich, Schuldes, Schade 2, Botte, Schütz 3, Räbiger 6, Plümacher 2, Geßner 15/3, Brand 2, Weinrich 3, Hujer (n.e.)

Von Wolfgang Bauscher

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