„Endlich mal richtig belohnt“

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Im Anflug: Baunatals Linksaußen Felix Geßner setzt sich hier gegen die Gelnhäuser Deck ung durch. 

Handball-Drittligist siegt vor 440 Zuschauern mit 32:23

Ganz kurz kamen da diese Erinnerungen auf. An das Spiel gegen Elbflorenz, wo selbst ein Neun-Tore-Vorsprung nicht zum Sieg ausreichte. „Endlich haben wir uns mal richtig belohnt“, freute sich gerade wegen der unschönen Erfahrungen am Samstag Trainer Dennis Weinrich. Seine Drittliga-Handballer der Baunataler Eintracht hatten da gerade vor 440 Zuschauern in der Rundsporthalle einen deutlichen 32:23 (18:11)-Sieg gegen den TV Gelnhausen eingefahren und dabei eine souveräne Vorstellung abgeliefert.

Und das, obwohl es diese kurze Phase gab, in der die Gastgeber schwächelten. Nur noch 20:17 stand es auf einmal in der 44. Minute. Zuvor und danach lag der Vorsprung bei bis zu zehn Toren. Weinrich fand allerdings in der Auszeit die richtigen Worte: „Wir waren nicht konsequent genug, aber zum Glück gab es dann wieder einen Ruck“, sagte der Trainer später.

Und dann lief es genau so weiter, wie das Spiel begonnen hatte. Von Beginn an hatten die Gastgeber klar gemacht, dass der Sieger dieses Hessen-Derbys aus dem Norden kommen würde. Selbst zwei von Kevin Trogisch vergebene Siebenmeter konnte die Eintracht locker wegstecken.

Was die Baunataler sonst auch anpackten – es gelang. Felix Geßner traf wie gewohnt, und der überragende Florian Weiß glänzte mit acht Toren. Dazu lieferte Fynn Reinhardt zusammem mit Weiß und Phil Räbiger immer wieder eine starke Vorstellung im Mittelblock ab.

So gab es für Gelnhausens Rückraum-Akteure fast kein Durchkommen. Vorrangig über die Außenpositionen und durch den starken Kreisläufer Björn Pape kamen die Gäste zu ihren Toren. Dass diese am Ende nicht mehr wurden, hatten die Gastgeber erneut dem starken Patrick Ziebert im Tor zu verdanken, der zu allen Zeiten Sicherheit ausstrahlte und etliche überragende Paraden zeigte.

„Das war dieses Mal eine tolle Teamleistung“, gab sich nach dem Spiel Fynn Reinhardt bescheiden, zumal er neben seiner starken Defensivleistung auch noch sieben Tore beigesteuert hatte.

Dass allein machte aber nicht die Baunataler Dominanz aus: Offensiv funktionierten erste und zweite Welle genauso wie der Einsatz des siebten Feldspielers. Und auch die Einstellung stimmte dieses Mal: Statt nach dem 17:20 die Gelnhäuser noch weiter herankommen zu lassen, zogen die Hausherren innerhalb von fünf Minuten wieder mit sieben Toren davon. Da schien es Trainer Weinrich offensichtlich auch geboten, Nachwuchskraft Luca Rietze am Kreis eine Chance zu geben.

Der kam zwar in der Endphase zu keinem Torerfolg, aber das war auch nicht mehr nötig. „Wir sind dieses Mal ruhig und konzentriert geblieben, und das wurde am Ende auch belohnt“ freute sich Linksaußen Sven Vogel.

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