Serie der VW-Städter ist gerissen

Baunataler Handballer verlieren daheim gegen Gelnhausen

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Volle Kraft voraus: Der Baunataler Sven Vogel. 

Baunatal. Ungewohntes Gefühl für Eintracht Baunatal: Die Erfolgsserie des Handball-Drittligisten fand im Heimspiel gegen den TV Gelnhausen ein jähes Ende.

Nach vier Siegen in Folge sorgte die 28:30 (14:11)-Niederlage für lange Gesichter. Spannend ist nun aber die Frage nach der Reaktion auf den ersten Dämpfer der Saison.

Die Eintracht startete vor 356 Zuschauern in der Rundsporthalle mit Anlaufschwierigkeiten. Und gleich zu Beginn deutete sich an, dass Gelnhausens Torwart Julian Lahme - dieser Teufelskerl - eine entscheidende Rolle spielen könnte. Es wirkte phasenweise so, als hätte Lahme die doppelte Anzahl an Gliedmaßen. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler war in bestechender Form – ganz zum Leidwesen der Eintracht.

0:3 stand es nach sieben Minuten. Den Torlos-Bann brach kurze Zeit später Felix Rehberg, der am gegnerischen Kreis immer wieder Löcher riss und zu den auffälligsten Akteuren zählte. Die Gastgeber fingen sich – spätestens nach der ersten Auszeit.

Phil Räbiger traf aus dem Rückraum zum Ausgleich (4:4). Es entwickelte sich zunehmend eine gewisse Leichtigkeit im Spiel der Eintracht, auch weil die Abstimmung des Mittelblocks um Räbiger und Fynn Reinhardt immer besser harmonierte. Fast schon im Stile einer Spitzenmannschaft drehte Baunatal das Ergebnis. Der 14:11-Pausenstand war gerechtfertigt. „In der zweiten Halbzeit haben wir im Angriff keine Lösungen mehr gefunden. Das Spiel verlieren wir aber in der Abwehr“, erklärte Baunatals Trainer Florian Ochmann, der mit dem zu frühen Einsatz des siebten Feldspielers auch eigene Entscheidungen kritisierte. Obwohl sich die Eintracht in Hälfte zwei zunächst ein Fünf-Tore-Polster erarbeitete (17:12), schlichen sich in der Folgezeit zu viele leichtfertige Fehler ein.

Knapp sieben Minuten blieb die Ochmann-Sieben ohne eigenen Torerfolg. Das Momentum war nun auf der Seite der Gelnhäuser, die sich leidenschaftlich ins Spiel zurückkämpften und acht Minuten vor Schluss 27:22 führten.

Was Baunatal Hoffnung für die kommenden Aufgaben machen sollte, war die Schlussphase. Da waren Wille und Leidenschaft gefragt. Und die Eintracht rief diese Tugenden ab. Sven Vogel verkürzte. In Unterzahl folgte ein Vier-Tore-Lauf und somit der Ausgleich (27:27). Es wurde noch einmal richtig turbulent.

Der Ex-Baunataler Philipp Botzenhardt brachte Gelnhausen wieder in Front, Paul Gbur glich wenig später aus. Gelnhausen gelang das 29:28. Und dann scheiterte Rehberg an TV-Keeper Lahme – was für eine Fußabwehr. Das wäre der Ausgleich gewesen. Im Gegenzug sorgte Gelnhausens Alen Kulenovic für die endgültige Entscheidung.

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