38:28 gegen Bernburg

Handballern von Eintracht Baunatal gelingt Befreiungsschlag mit Torrekord

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Im Anflug: Felix Geßner auf dem Weg zu einem seiner 16 Treffer gegen Bernburg.

Baunatal. Mit 38:28 fegten die Handballer der Baunataler Eintracht den KSV Anhalt Bernburg aus der Rundsporthalle.

Als Felix Geßner und Sven Vogel ihr höchst intensives Sprinttraining unter Wettkampfhärte beendet hatten, da war der ersehnte Befreiungsschlag längst zum denkwürdigen Spektakel mit Torrekord geworden.

Nun benötigen die Großenritter im schlechtesten Fall aus den drei verbleibenden Spielen der 3. Liga nur noch einen Punkt zum Klassenerhalt.

Nicht weniger als 18 Tempogegenstöße rannten insbesondere Geßner und Vogel, die beiden flinken und treffsicheren Außen. 15 Mal landete der Ball nach erster und zweiter Welle im Kasten der Anhaltiner, deren ungezählte Fehler im Angriffsspiel die Großenritter ein ums andere Mal überfallartig gnadenlos bestraften.

Fehler, zu denen die super zupackende, von Phil Räbiger und Niklas Plümacher bestens organisierte Eintracht-Abwehr ihren Gegner förmlich zwang. Fehler, die auch mit einer offensiveren Deckungsvariante der Bernburger nach der Pause nicht zu kompensieren waren, denn von einem dynamisch-aggressiv-effektiven Umschaltspiel wie die Eintracht war der SVA weit entfernt.

„Heute hat fast alles geklappt, das war von vorn bis hinten ein fast perfektes Spiel“, bilanzierte Trainernovize Dennis Weinrich (28) nach diesem Kantersieg strahlend. Einmal nur wurde es auch diesmal etwas knapper, als die Bernburger von 11:4 auf 11:7 verkürzten (19.). „Aber diesmal gab es endlich einmal nicht den Einbruch und das Nervenflattern, weil wir mit Power und Höllentempo voll durchgezogen haben“, befand Felix Geßner.

16 Mal bugsierte die „Rakete“ den Ball ins Netz, Torrekord für den 27-jährigen Linksaußen. „Wir haben bewusst viel riskiert und Geßners Gegenspieler Richter viel Platz gelassen, um Bernburgs Toptorschützen Cieszynski auszuschalten“, erläuterte Weinrich. Auch dieser Schachzug ging voll auf, einmal nur traf der Kanonier mit zuvor sechs Toren pro Spiel diesmal ins Schwarze.

Weil hinter dem energisch und clever zupackenden Abwehrbollwerk vom Baunsberg, das zudem zahlreiche Wurfversuche des SVA blockte, der zweite Matchwinner stand: Daniel Horn. 17 Würfe wehrte der Torwart ab, zur Krönung am Ende sogar einen Strafwurf. Und er fütterte seine flinken Vorderleute präzise mit langen Bällen. „Wir hatten klare Absprachen zwischen Abwehr und Torwart, das war heute total effizient“, sagte der 23-Jährige nach seinen „besten 60 Minuten in dieser Saison“, in der er wegen Bandscheibenvorfalls wochenlang gefehlt hatte.

Und - Horn weiß auch, warum „wir uns heute alle den Frust von der Seele gespielt haben“: Trotz des Rückschlags gegen Coburg „hat uns Dennis Weinrich im Training Spaß und Lockerheit vermittelt. Wir mussten gewinnen, klar. Aber jeder konnte auch mit dem Druck umgehen und hat gezeigt, dass wir vor allem den unbedingten Willen hatten, zu gewinnen“.

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