DHB-Pokalturnier am 17./18. August in Göttingen

Noch drei Wochen - Beim Northeimer HC freut man sich auf den SC Magdeburg

Das Team des SC Magdeburg für die Handballsaison 2019/2020: (hinten von links) Thomas Svensson (Torwarttrainer), Filip Kuzmanovski, Zeljko Musa, Erich Schmidt, Piotr Chrapowski, Christoph Steinert, (Mitte) Yves Grafenhorts (Co-Trainer), Marko Bezjak, Moritz Preuss, Michael Damgard, Christian O´Sullivan, Albin Lagergren, Felix Eckert (Betreuer), Andreas Grothe (Physiotherapeut), (vorn) Bennet Wiegert (Trainer), Daniel Pettersson, Matthias Musche, Jannick Green, Tobias Thulin, Tim Hornke, Lukas Mertens und Frank Höhne (Osteopath).

Northeim / Magdeburg - Mit dem Tabellendritten der vergangenen Saison in der Handball-Bundesliga, dem SC Magdeburg, treffen die Spieler des Northeimer HC bereits im ersten Duell des zweitägigen Turniers auf einen der Titelfavoriten der diesjährigen DHB-Pokalsaison.

Sechs Nationalspieler, darunter mit Matthias Musche ein deutscher WM-Teilnehmer und mit Tim Hornke und Lukas Merten zwei Spieler aus dem erweiterten Kader, peilt der Börde-Verein auch in der kommenden Saison einen Platz unter den besten drei Teams der 1. Liga an.

Keine realistischen Chancen rechnen sich daher die Northeimer Akteure um Trainer Carsten Barnkothe bei ihrem Pokalauftritt am Samstag, 17. August, in der Göttinger S-Arena gegen diesen Kontrahenten aus. Zu übermächtig ist der Ex-DDR-Vorzeigeklub, der zwischen 2002 und 2010 den Beinamen „Magdeburg Gladiators“ trug. Dennoch freuen sich die NHC-Jungs über die Gelegenheit, dem großen SCM eine Woche vor dem Beginn der vierten Drittliga-Saison den einen oder anderen Nadelstich zu versetzen.

Im Lager des Gastgebers freut man sich natürlich auch über die weiteren Turnierteilnehmer HSV Hamburg und VfL Eintracht Hagen. Speziell die Teams aus Hamburg und Magdeburg haben viele Anhänger, die ihren Verein treu begleiten. Die Sparkassenarena dürfte daher nicht nur mit südniedersächsischen Fans gefüllt sein.

Zu DDR-Zeiten war Magdeburg in den 70er und 80er Jahren mit dem Weltklasse-Torhüter Wieland Schmidt auf den Oberliga-Titel abonniert. Ob in der Halle oder auf dem Feld, insgesamt elf nationale und zwei EHF-Titel errangen die Vorzeige-Handballer aus der Börde.

Nach der Wende stagnierte die Titelflut einige Jahre, bevor der Verein angeführt vom Enfant terrible Stefan Kretzschmar ab 1996 wieder im internationalen Handballsport auftauchte. 2001 und 2007 gewann der SCM mit Kretzschmar den EHF-Pokal, 2002 die Champions League, 2001 und 2002 zudem die Vereins-EM. Bis zu seinem Karriereende 2007 erzielte Kretzsche 817 Tore in 2018 Spielen und liegt damit in der ewigen Torschützenliste aktuell auf dem fünften Platz.

Kretzschmar, der seit 2009 im Fernsehen als Handball-Experte tätig ist, war zwischendurch auch durch betont modische Kleidung, Tattoos und Metallschmuck bekannt. Auch seine vierjährige Liaison mit der Schwimmerin Franziska von Almsick brachte ihn oft in die Schlagzeilen.

Auch wenn der letzte Meistertitel bereits 18 Jahre zurückliegt, war der SCM stets im oberen Drittel der Bundesliga zu finden. Der zweimalige DHB-Pokalsieger (1996, 2016) kann dabei auf eine exzellente Jugendabteilung zurückgreifen, aus der immer wieder herausragende Spieler in den Bundesligabetrieb aufrücken. 

Karten für das DHB-Pokalturnier am Wochenende 17./18. August in der Göttinger S-Arena gibt es in allen HNA-Geschäftsstellen. So zum Beispiel in Northeim (In der Fluth 24), geöffnet montags bis freitags von 8.30 bis 17 Uhr. Online kaufen kann man Tickets bei Reservix ab 15 Euro. Eine Turnierkarte (für Samstag und Sonntag gültig) gibt es ab 20 Euro.

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