NHC verliert trotz ganz starker Leistung mit 28:30

Northeimer HC liefert Tabellenführer Großwallstadt einen tollen Kampf

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Gewohnt gut besucht war am Sonntag das Heimspiel des NHC. Die Zuschauer, die hier einem Wurf aus dem Rückraum von Paul-Marten Seekamp zusehen, dürften ihr Kommen nicht bereut haben.

Northeim – Trotz der 28:30 (11:15)-Niederlage war das Spiel von Handball-Drittligist Northeimer HC gegen Tabellenführer TV Großwallstadt eine einzige Werbung für den NHC. Das Team brachte den Aufstiegsfavoriten in der rappelvollen Schuhwallhalle am Sonntag mehrfach an den Rand einer Niederlage.

Doch eine Reihe strittiger Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns und Pech im Abschluss sorgten für den Sieg des Ex-Erstligisten. Das Publikum verabschiedete das Team von Trainer Carsten Barnkothe mit langem Beifall. Die Schiris ernteten ein gellendes Pfeifkonzert.

Ohne den verletzten Jakob Nowak experimentierte Barnkothe mit einer offensiven Abwehr. Das ging nur kurz gut: Nach Tim Gerstmanns 2:2 (4.) zog Großwallstadt auf 7:2 davon. Auch Barnkothes erste grüne Karte nutzte nichts. Der TVG ging 11:4 in Front, bis Michael Spatz nach 20 Minuten das 12:5 für seinen Klub erzielte. Dann die Wende: Barnkothe wechselte unorthodox, Yanik Springer krönte seinen Mini-Einsatz mit dem 8:13. Zudem steigerte sich Torwart Martinovic, Marc Bode holte zum 11:14 auf. Der 11:15-Halbzeitstand ließ hoffen.

Nach der Pause kam der NHC mit mehr Druck aus der Kabine. Malte Wodarz startete die Aufholjagd (15:16), der haushohe Favorit schien zu straucheln. Doch der Gast konterte: Alt-Nationalspieler Spatz nutzte eine Zeitstrafe gegen Iliopoulos zur 19:15-Führung. Christian Stöpler per Strafwurf und Sören Lange stellten wieder den Anschluss her (17:19), doch der Tabellenführer spielte clever, hatte im Angriff oft die besseren Lösungen und im Schiedsrichtergespann einen Verbündeten. Völlig unverständlich eine Zeitstrafe gegen Tomislav Buhinicek, die Spatz zum 26:21 nutzte.

Großzügig waren die Schiris allein beim Pfeifen von Schrittfehlern: Satte vier Tore „mit Wandertag“ fielen in der zweiten Halbzeit beim TVG. Erst die harte Attacke von Goran Bogunovic gegen Paul-Marten Seekamp wurde mit Disqualifikation geahndet (53.). Stöpler, Iliopoulos und Seekamp gaben nochmal alles, aber der TVG hatte letztlich die Nase vorn.

„Das Team hat niemals aufgegeben“, lobte Barnkothe. „Über 60 Minuten haben wir dem Favoriten couragiert Paroli geboten. Großwallstadts Sieg war sehr glücklich.“

NHC: Martinovic, Ullrich, Wenderoth – Iliopoulos 9, Lange 1, Seekamp 3, Springer 1, Hempel 1, Wilken, Gerstmann 4, Bode 1, Buhinicek 1, Stöpler 2, Wodarz 4 

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