Jannes Meyer krönt seine Rückkehr mit neun Treffern

Mit Moral zum Krimisieg - Northeimer HC ringt Schlusslicht Langenfeld nieder

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Harte Gegenwehr: Der Northeimer HC mit Finnian Lutze und Paul-Marten Seekamp (rechts) musste gegen den Tabellenletzten bis zur letzten Sekunde zittern.  

Dank einer starken zweiten Halbzeit haben die Drittliga-Handballer des Northeimer HC am Sonntag in der Schuhwallhalle ein bereits verloren geglaubtes Spiel gedreht und schlugen Schlusslicht SG Langenfeld noch 26:25 (13:17). 

Vor dem Gastspiel bei Meisterschaftsfavorit Leichlingen hält der NHC damit Anschluss an das Tabellenmittelfeld.

Lange Gesichter gab es nach 30 Minuten: Nur einen Punkt hatte Langenfeld bisher auf dem Konto, doch zur Halbzeit führt der Gast mit 17:13. Zwar hatte sich Jannes Meyer nach langer Verletzungspause mit einem Paukenschlag zurückgemeldet und den NHC mit einem wuchtigen Rückraumwurf in Führung gebracht (2.), doch anschließend stockte der Motor. „Es fehlte der Fluss im Angriff und hinten die richtige Zuordnung. Doch ich hatte das Vertrauen, dass sich die Mannschaft zurückkämpft“, sagte Trainer Carsten Barnkothe.

Mitte der ersten Halbzeit deutete sich nach Hendrik Heiders Treffer zum 11:6 für Langenfeld ein Debakel für die Heimsieben an. Barnkothe wechselte Keeper Marcel Armgart für den glücklosen Lennart Gobrecht ein, doch verletzte sich dieser kurz darauf schwer. Vielleicht war das der Wachmacher. Finnian Lutze und Paul-Marten Seekamp brachten den NHC auf 10:12 heran, dennoch ging es mit vier Treffern Rückstand in die Kabinen (13:17).

Ganz anders die zweite Halbzeit. Angetrieben vom unermüdlichen Seekamp kämpfte die Abwehr nun um jeden Ball und ließ zehn Minuten keinen Treffer zu. Gobrecht steigert sich beachtlich und entschärft viele Bälle. „Eine tolle Leistung von ihm“, lobte Barnkothe. Im Angriff stieg Rückkehrer Meyer nun oft weit vor der Deckung hoch und traf. Ein verdientes 21:18 stand in der 43. Minute auf der Anzeigentafel.

Doch Langenfeld gab nicht auf. Viele Nickligkeiten verhinderten jeglichen Spielfluss. Vier Minuten vor Schluss glich der Gast zum 25:25 aus, bevor Sören Lange eines der seltenen Tore von außen gelang. Taktische Auszeiten beider Mannschaften zerrten an den Nerven der Zuschauer, doch der NHC rettete beide Punkte über die Zeit. „So ein Spiel muss man gewinnen, wenn man die Klasse halten will“, sagte Barnkothe. „Bei Jannes reicht es noch nicht für 60 Minuten, aber ein Comeback mit neun Toren ist sensationell.“

NHC: Armgart, Wode, Gobrecht – Meyer 9, Schlüter, Iliopoulos, Lange 4, Seekamp 9, Lutze 3, Hempel, Hoppe, Stöpler 1, Wodarz. (zaj)

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