Gegner am Samstag ab 18.30 Uhr ist der HC Elbflorenz II

Der Northeimer HC tritt in Dresden zum Kellerduell an

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NHC-Keeper Björn Wenderoth nach einem gehaltenen Siebenmeter beim vergangenen Heimspiel gegen Nußloch. Nun folgen mit den Partien gegen Elbflorenz II und Kirchzell richtungsweisende Duelle. 

Northeim – Reichlich Druck lastet aktuell auf den Verantwortlichen des Northeimer HC. Von Ende September datiert der letzte Sieg (22:20 in Bad Neustadt), der Sturz auf den vorletzten Tabellenplatz der Staffel Mitte der 3. Handball-Liga ist die logische Konsequenz. Samstag ab 18.30 Uhr sollen nun in Dresden endlich wieder zwei Pluspunkte her. Brisant: Gastgeber HC Elbflorenz II ist ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt.

„Die Trainer und Betreuer sind sich der ernsten Lage bewusst, aber wir müssen den Druck von der Mannschaft nehmen“, sagt Trainer Carsten Barnkothe. Erst sieben Punkte auf der Habenseite und damit bereits fünf Zähler von einem der unteren Mittelfeldplätze entfernt: Das ist eine Situation, die auch die Mannschaft belastet. Vor allem in den Anfangsminuten fehlte dem Team in den vergangenen Spielen der Elan. Gegen eine Hintermannschaft, die überaus verwundbar ist, zogen körperlich starke Gegner wie Leutershausen und Nußloch schnell uneinholbar auf und davon. Das kratzt am Selbstvertrauen der Northeimer, wie auch die Reaktion von Torwart Fabian Ullrich zeigte. Entnervt ließ er sich in der vergangenen Woche früh auswechseln, ohne einen einzigen Ball gehalten zu haben.

Beim letzten Hinrundenspiel soll nun gegen das Ausbildungsteam des Zweitligisten HC Elbflorenz die Wende geschafft werden. Die Dresdner haben in Liga drei eine junge Mannschaft am Start, die zuhause immer wieder durch erfahrene Kräfte verstärkt wird. Trainer Rico Göde hat seinen Spielern verschiedene Deckungsvarianten eingeimpft und ist bekannt dafür, intensiv mit gegnerischen Videostudien zu arbeiten. Ob offensiv mit zwei vorgezogenen Halben oder eine aktive 6:0-Deckung – NHC-Trainer Carsten Barnkothe rechnet in diesem für beide Klubs richtungsweisenden Spiel mit allem. „Der Dezember wird uns zeigen, wohin es geht. Wir haben gegen Großsachsen und Kirchzell in den Hinspielen gut ausgesehen und wollen aus den ausstehenden drei Partien des Jahres mindestens vier Punkte holen“, bestätigt Barnkothe das Ziel, noch in diesem Jahr den Sprung aus dem Tabellenkeller zu schaffen.

Dabei hilft ihm, dass aktuell nur Yannik Schlüter von Verletzungen geplagt ist. Schlüter, der nach dem langfristigen Ausfall von Paul Hoppe aktuell der einzige gelernte Spieler am Kreis ist, wird aufgrund von Problemen an der Achillesferse voraussichtlich nicht mitfahren. Das verschärft die Misere des NHC, der im Angriff mit den beiden Rückraumschützen Wodarz und Iliopoulos zu einfach auszurechnen ist. Philipp Hempel – in der Deckung unverzichtbar und wichtig – ist da nur eine Notlösung. Doch gute Kreisläufer in der Region sind rar.

Jannes Meyer ist zwar in Dresden wieder mit an Bord, wird aber von Barnkothe vermutlich nur punktuell eingesetzt. „Nach so langer Verletzungszeit fehlt Jannes logischerweise noch die Spritzigkeit“, sagt Barnkothe zum Einsatz des wuchtigen Goalgetters. 

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