Unklare Situation rund um den Spielbetrieb in der 3. Liga drückt aufs Gemüt

Der Northeimer HC will endlich Planungssicherheit

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Von einem normalen Alltag ist man beim Northeimer HC - wie auch bei allen anderen Sportvereinen - meilenweit entfernt. Das nächste Spiel soll am 25. April daheim gegen Elbflorenz II stattfinden. Ob es dazu tatsächlich kommt, müssen (von links) Marc Bode, Jakob Nowak, Paul-Marten Seekamp und Christian Stöpler abwarten. 

Northeim – Eine verwaiste Schuhwallhalle, leere Umkleiden und keine Spur von Sportlern: Das Coronavirus hat auch den Northeimer Handballclub fest im Griff. Wo normalerweise fleißig trainiert und um Punkte gekämpft wird, haben die Helfer des klassenhöchsten Vereins der Region aufgeräumt und warten darauf, dass es wieder losgeht.

Aber wie und wann geht es weiter? Cheftrainer Carsten Barnkothe ist ob der ungewollten Pause etwas verärgert. „Offenbar lässt der Deutsche Handball-Bund jede Liga selber entscheiden, ob und wie weitergespielt wird. Die Frauen-Bundesliga hat die Saison beendet, bei allen anderen Ligen warten wir noch auf eine Entscheidung. Das zehrt an den Nerven.“

Zumal er seine Spieler aktuell nicht direkt betreuen kann. Der Trainingsbetrieb liegt vollkommen am Boden, die Sporthallen sind geschlossen. „Wir haben aber erwachsene Spieler im Leistungsbereich. Sie trainieren eigenverantwortlich, natürlich nur im Ausdauerbereich und ohne Ball“, sagt Barnkothe, der mit allen Spielern per Nachrichtendienst über das Handy im täglichen Austausch steht. Laufen und Fahrradfahren stehen auf dem Trainingsplan, den der Coach mit den Spielern besprochen hat. Seitdem auch alle Fitnessstudios geschlossen haben, kann auch nicht mehr im Kraftbereich trainiert werden.

Sorgen macht sich der Trainer, wie es nach der aktuell verhängten Zwangspause weitergeht. „Ohne Mannschaftstraining von 0 auf 100 in wenigen Tagen durchzustarten wird sicherlich problematisch.“ Zumal danach nur noch wenige Wochen bis zum Saisonende zur Verfügung stehen. „Alle Spielerverträge enden zum 30. Juni und die neue Saison beginnt. Wir brauchen Planungssicherheit und Entscheidungen.“

Der NHC steht dank des hart erkämpften Heimsieges gegen Rodgau Nieder-Roden als Tabellen-13. aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Sollte der DHB den Spielbetrieb mit aktuellem Tabellenstand beenden, wäre der NHC auch in der kommenden Saison in Liga 3 dabei. Gefahr besteht allerdings, wenn ein anderes denkbares Modell gewählt wird, wie es in Norwegen Anwendung findet: Für das Abschneiden der Klubs könnte auch der Punkteschnitt ausschlaggebend werden. Dabei wird die Anzahl der Spiele durch die Punkte geteilt. Dann würde Kirchzell mit seinen zwei weniger absolvierten Begegnungen, aber nur einem Zähler Rückstand, am NHC vorbeiziehen. Barnkothe: „Wir brauchen Planungssicherheit. Egal, wie der Verband entscheidet.“ 

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