Handball

Nur vier Sekunden fehlen: Eintracht Baunatal kassiert späten Ausgleich

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Der Gesichtsausdruck spricht Bände: Eintracht-Trainer Florian Ochmann (rechts) mit seinem Assistenten Dennis Weinrich. Archivfoto: Dieter Schachtschneider 

Durch den Ausgleichstreffer nur vier Sekunden vor Schluss zum 33:33 (14:14) haben die Drittliga-Handballer der Baunataler Eintracht beim TV Germania Großsachsen ihren siebten Saisonsieg knapp verpasst.

Der Weg zum siebten Saisonsieg im neunten Spiel der dritten Handball-Liga schien geebnet. 31:28 führte die Baunataler Eintracht beim TV Großsachsen an der Bergstraße – und nur noch 4:14 Minuten waren zu spielen. Die Großenritter hatten Spiel und Gegner im Griff, Trainer Florian Ochmann „war davon ausgegangen, dass es reichen würde“. Doch es reichte nicht. Großsachsen kämpfte wild entschlossen, kam heran, der letzte Baunataler Angriff wurde schon nach 15 Sekunden (!) wegen vermeintlichen Zeitspiels abgepfiffen – und vier Sekunden vor Schluss erzielte Schulz nach einem kurz ausgeführten Freiwurf den Ausgleichstreffer zum 33:33 (14:14)-Endstand.

„Frust und Enttäuschung waren danach natürlich groß“, berichtet Ochmann von der Heimfahrt, die bis 2 Uhr am Morgen dauerte. Für den Trainer ist es klar: „Das war ein verlorener Punkt, auch wenn es natürlich nicht schlecht, nach einem guten Auswärtsspiel einen Zähler mitzunehmen.“

Danach nämlich sah es zunächst gar nicht aus. Denn Ochmanns Truppe kam schlecht ins Spiel, nach dem 1:5 (10.) nahm er die erste Auszeit. Fortan setzte er in der Offensive auf sieben Feldspieler. Mit Erfolg. Angeführt von Felix Geßner mit drei Treffern in dieser Phase und dem überragenden Spielmacher Marvin Gabriel, der insgesamt neunmal ins Schwarze traf, wendete die Eintracht nun das Blatt. Beim 6:6 durch Fynn Reinhardt (16.) war schon der Ausgleich geschafft, bei Geßners 11:8 (23.) ein Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen.

Dann aber gab es einen ersten Knacks. Torwart Patrick Ziebert schied mit verdrehtem Knie aus (26.) – und auch jetzt brachten die Baunataler das 13:10 (26.) nicht über die Zeit. Diesmal kassierten sie den 14:14-Ausgleich eine Sekunde vor dem Halbzeitpfiff nach einem Ballverlust ins verwaiste Tor.

„33 Treffer in einem Auswärtsspiel sind gut, 33 Gegentore aber deutlich zu viel“, bilanzierte Ochmann später. Er haderte mit der diesmal nicht so effektiven Abwehrarbeit, auch wenn Rückraum-Ass Schulz weitgehend neutralisiert werden konnte. „Wir waren nicht aggressiv genug, haben zu schnell Gegentore zugelassen und es nicht geschafft, den Gegner in lange Angriffe zu zwingen.“

Die Folge: Auch in der zweiten Halbzeit dominierte die Eintracht, führte ständig mit drei, vier Toren, verpasste es aber, sich noch deutlicher und damit vorentscheidend abzusetzen. Und bekam dafür ganz spät die Quittung.

Die Statistik

TV Germania Großsachsen – GSV Eintr. Baunatal 33:33 (14:14) Großsachsen: Sitter, Boudgoust - Jonas Gunst 1, Triebskorn 7, Schulz 3, Spilger, Philipp Gunst 3, Kadel 1, Purucker 1, Unger, Straub 1, Reisig 1, Buchsieper 7/5, Hildebrandt 5 Baunatal: Ziebert, ab 26. Mügge - Rehberg 3, Weiß, Rulff 1, Gbur 2, Trogisch 2, Vogel 3, Willrich 1, Räbiger 5, Drönner, Geßner 6/1, Reinhardt 1, Gabriel 9/2 SR: Dietz/Biehler. Zuschauer: 400 Siebenmeter: 5/5 - 2/3 Zeitstrafen: 10:8 Minuten Spielverlauf: 3:0 (7.), 5:1 (10.), 6:8 (20.), 8:112 (23.), 10:13 (26.), 14:14 - 17:20 (39.), 20:24 (44.), 28:31 (56.), 33:33.

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