Die roten Teufel kommen

3. Liga Männer: Northeim erwartet den Ex-Erstligisten Leutershausen

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Verbissen zum Heimsieg? Paul-Marten Seekamp und sein Northeimer HC wollen am Sonntag in der Schuhwallhalle einen ganz dicken Brocken aus dem Weg räumen.

Northeim. Die Drittliga-Handballer des Northeimer HC erwarten zu ihrem dritten Heimspiel der Saison den Topfavoriten auf die Meisterschaft, die SG Leutershausen.

Anpfiff gegen die roten Teufel, wie sich die Gäste selbst bezeichnen, ist Sonntag um 17 Uhr in der Schuhwallhalle. „Der Weg zu einem möglichen Sieg wird nur über viel Tempo, schnelle Gegenstöße und eine geschlossene Mannschaftsleistung führen“, sagt Trainer Carsten Barnkothe.

Deutscher Meister 1968

Leutershausen gehörte über mehr als 50 Jahre zum Handball-Establishment in Deutschland. 1968 wurde die SG deutscher Meister, ein Jahr später nochmal Vizemeister. Insgesamt 17 Spielzeiten war die SG erstklassig, zuletzt 1995. Danach folgten viele Jahre in der 2. Liga, die erst durch die Insolvenz im Jahr 2006 gestoppt wurden. Sechs Jahre später war der Verein erneut in der 2. Bundesliga angekommen, die der Traditionsclub jedoch nach der Spielzeit 2016/2017 wiederum verlassen musste. Nach 38 Partien war man mit 32:44 Zählern auf Augenhöhe mit TUSEM Essen und musste lediglich wegen der um 30 Treffer schlechteren Tordifferenz den Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Erklärtes Ziel Leutershausens ist nun der sofortige Wiederaufstieg. Nach sechs Spieltagen und 10:2 Punkten ist die SG als Tabellenführer auf einem sehr guten Weg.

Mehr Torgefahr

Die roten Teufel gehören - wie auch TV Germania Großsachsen - zur badischen Gemeinde Hirschberg vor den Toren Heidelbergs. Im Derby zwischen diesen Clubs am vergangenen Wochenende behielt Leutershausen mit 26:20 (14:10) die Oberhand. Der NHC darf gespannt sein, wie die Gäste diese emotional brisante Begegnung, bei der Leutershausens Philipp Bauer eine Platzwunde erlitt, die mit vier Stichen genäht werden musste, verkraftet haben.

Die Northeimer mussten zuletzt zwei überaus unglückliche Niederlagen in Großsachsen (31:32) und Coburg (22:23) hinnehmen. Ein Manko in diesen Partien war die mangelhafte Treffsicherheit aus dem Rückraum, aus dem nur Jannes Meyer (elf und acht Tore) zuletzt vollauf überzeugte.

Verzichten muss Barnkothe am Sonntag - neben den Langzeitverletzten - auch auf Torwart Marcel Armgart. Dennoch ist der Coach optimistisch. „Wir wollen die Sensation schaffen und Leutershausen schlagen.“

Dass der Kontrahent keine Übermannschaft ist, haben vor zwei Wochen die Coburger bewiesen. Die gewannen sogar in Leutershausen mit 30:28. (zhp)

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