Sieg gegen Pirna! Northeimer HC beschenkt sich selbst

Starker Auftritt: Jan-Niklas Falkenhain (am Ball) machte kurz vor dem Ende mit vier Treffern in Folge den 28:26-Sieg seines Northeimer HC über Pirna perfekt. Fotos: zhp

Northeim. Die Drittliga-Handballer des Northeimer HC haben sich am Samstagabend mit dem dritten Heimsieg in Folge über den ESV Lok Pirna selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht.

Mit einer 26:28 (12:11)-Niederlage im Gepäck schickten sie die Gäste aus der sächsischen Schweiz wieder auf die Heimreise.

Rot! Für diese Attacke gegen Sören Lange musste Pirnas Torhüter Nick Weber vom Feld.

Die NHC-Männer bleiben damit im Kampf um den Klassenerhalt auf Kurs. Mit nun 6:24 Punkten gab das Team die rote Laterne dank des um vier Treffer besseren Torverhältnisses wieder an Pirna ab. Die Partie war kein spielerischer Leckerbissen, doch das war angesichts der Bedeutung und der Tabellensituation der Teams auch nicht zu erwarten. Das Duell wurde vielmehr zu einer Schlacht um die zwei Punkte. Beide Teams mussten dabei eine rote Karte verkraften. Erst erwischte es Pirnas Torhüter Nick Weber (45.), der Sören Lange in die Parade sprang, dann Northeims Kai Effler (49.). Sieben gelbe Karten, acht Zwei-Minuten-Strafen und insgesamt zehn Siebenmeter untermauern, dass der Kampf im Vordergrund stand. Pirnas Philipp Große musste nach einem Sturz zudem mit Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus.

Nervenstarker Falkenhain

„Der Druck war sehr groß. Das hat die Beine etwas schwer gemacht. Pirna hat ein tolles Spiel gemacht, am Ende haben wir aber etwas mehr Glück gehabt. Wir hätten genauso gut verlieren können“, gab Trainer Carsten Barnkothe nach dem Abpfiff zu. Doch es war nicht nur das Quäntchen mehr Glück, der Sieg war auch der Nervenstärke von Jan-Niklas Falkenhain in der entscheidenden Phase zu verdanken. Er sicherte dem NHC nach 24:25-Rückstand (55.) mit vier Toren in Folge beide Punkte. Die rund 300 Zuschauer in der Schuhwallhalle riss es von den Sitzen. Begeistert feierten sie den Erfolg.

Pirnas Trainer Peter Hazl bedauerte, dass seine Mannschaft nur mit acht Feldspielern anreisen konnte. „Ein Drittel unseres Kaders ist verletzt.“ Seit einigen Wochen sei es daher im Training kaum noch möglich gewesen, Spielzüge einzuüben. Im Spiel habe sein Team dann viele technische Fehler gemacht und Freiwürfe nicht genutzt. „Wir hätten auch gewinnen oder wenigstens ein Unentschieden erreichen können“, zog er ein ähnliches Fazit wie sein Northeimer Kollege.

Northeimer HC: Armgart, Pförtner - Fleischmann, Meyer 2, Wilke, Schnitt 3, Lange 3, Seekamp 1, Effler 7, Gerstmann 1, Falkenhain 8, Stöpler 3, Henniges. (zhp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.