3. Handball-Liga: Northeim bezwingt Kirchzell nach dramatischem Spiel mit 26:25

Sieg in letzter Sekunde

Die Matchwinner: Während Keeper Sönke Pförtner einen bärenstarken Tag erwischte, war es Christian Stöpler vorbehalten, per Siebenmeter den umjubelten Siegtreffer zu erzielen. Fotos: zhp

Northeim. Christian Stöpler hat den Drittliga-Handballern des Northeimer HC mit einem verwandelten Siebenmeter in der letzten Sekunde den 26:25 (12:15)-Sieg über den TV Kirchzell gesichert. Rund 300 Zuschauer feierten den 21-jährigen Außen und seine Mannschaftskameraden am Sonntag in der Schuhwallhalle dafür mit stehenden Ovationen.

Die Northeimer Fans waren ausgelassen. Zu diesem Zeitpunkt wussten sie allerdings auch noch nicht, dass der Mitkonkurrent um den 14. Tabellenplatz, die HG Köthen, auswärts beim Dessau-Rosslauer HV mit einem 20:20 zeitgleich auch einen Punkt geholt hatte. Damit hat sich der Vorsprung Köthens in der Tabelle nur um einen Zähler verringert. Köthen bleibt im Besitz des 14. Platzes, der zur möglicherweise klassenerhaltenden Teilnahme an der Relegation berechtigt. Die Northeimer Sieben muss dagegen weiter mit dem 15. Rang vorlieb nehmen.

Ganz großen Anteil an dem NHC-Sieg hatte auch Torhüter Sönke Pförtner, der mit vielen Paraden den Gästen den Schneid abkaufte. Das nötigte auch Carsten Barnkothe ein Kompliment ab. „Sönke hatte in dieser Saison vergleichsweise wenig Spielanteile. Die heutige Leistung ist ihm ganz hoch anzurechnen“, lobte er.

Dabei sah es zunächst nicht nach einem Sieg der Gastgeber aus. Doch die Einschätzung Barnkothes, dass Northeims Chance kommt, wenn den Gästen bedingt durch ihr kräftezehrendes, offensives Deckungsspiel die Körner ausgehen, sollte aufgehen. Hinzu kam, dass der Kontrahent in der letzten Viertelstunde das Spielen eingestellt hatte, wie der maßlose enttäuschte Trainer Kirchzells, Gottfried Kunz, feststellte. Dass die Begegnung ganz eng werden würde, war spätestens nach dem ersten Ausgleich zum 23:23 durch Sönke Henniges (53.) klar.

Und Christian Stöpler behielt dann im entscheidenden Moment beim Siebenmeter in der 60. Minute die Nerven. „Ich habe in dieser Situation gar nichts gedacht. Das ist halt der Ablauf“, sagte er hinterher mit einem zufriedenen Lächeln.

NHC: Armgart, Pförtner -Fleischmann 1, Meyer 4, Wilke 2, Lapschies, Lange 3, Seekamp, K. Kühn 1, Gerstmann 5, Stöpler 7/2, Henniges 3. (zhp)

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