Vor DHB-Pokal mit dem THW Kiel in der Göttinger S-Arena

Sören Lange im HNA-Interview: „Ich bin glücklich beim Northeimer HC“

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Gefeierter Torschütze: Sören Lange traf vergangene Saison 182 Mal für den NHC. Am Wochenende im Pokal ist er allerdings nicht dabei.   

Handball-Drittligist Northeimer HC ist am Wochenende Gastgeber eines Erstrunden-Turniers im DHB-Pokal, zu dem auch der THW Kiel kommt. Wir sprachen vorher mit Sören Lange, dem Goalgetter des NHC.

Herr Lange, Sie sind bei den letzten Testspielen am vergangenen Wochenende nicht dabei gewesen. Sie sind doch vor dem Pokalwochenende nicht etwa verletzt, oder?

Sören Lange: Nein, bin ich nicht. Was Verletzungen betrifft, bin ich bisher ohnehin immer glimpflich davongekommen. Ich bin allerdings gerade im lange geplanten Urlaub in Italien und werde das auch noch am Wochenende sein.

Sie verpassen also den DHB-Pokal und ein mögliches Spiel gegen den THW Kiel?

Lange:Leider ja. Aber wie gesagt: Der Urlaub war lange geplant. Ich konzentriere mich komplett auf die anstehende Punktrunde. Vorrang gegenüber allen Test- und Pokalspielen hat die reguläre Saison. Denn in der für uns neuen Weststaffel der 3. Liga wird genauso hart, wenn nicht sogar noch härter gespielt als im Osten.

Haben Sie sich schon mit den Gegnern in der neuen Staffel beschäftigt?

Lange: Nein, noch nicht. Natürlich schaut man mal nach, welche Platzierungen die Gegner in der vergangenen Saison erreicht haben. Aber ich bezweifele, dass man daraus Schlüsse für die diesjährigen Partien ziehen kann. Ich bin einfach gespannt auf die neuen Aufgaben und freue mich auf die Saison.

Sie waren vergangene Saison der drittbeste Torschütze der Ost-Staffel der 3. Liga Können Sie das im Westen wiederholen?

Lange: Schwer zu sagen. Ziele sind so schwer zu stecken, weil wir eben neu in der Staffel sind. Viele Komponenten spielen eine entscheidende Rolle: die Gegner, aber auch unsere Spielweise, die sich mit den Neuzugängen Finnian Lutze, Philipp Hempel und insbesondere Efthymios Iliopoulos auf der halbrechten Seite sicherlich ändern wird. Und die vielen Tore verdanke ich zu einem großen Teil unseren Torhütern und meinen Mitspielern, die mich oft gut in Szene gesetzt haben. Seit ein paar Jahren habe ich aber ein persönliches Ziel: 150 Tore pro Saison. Alles darüber hinaus ist schön für mich und die Mannschaft.

Mit Efthymios Iliopoulos kam der dringend gesuchte Linkshänder erst recht spät zur Mannschaft. Finnian Lutze und Philipp Hempel waren dagegen von Anfang an in der Vorbereitung dabei. Wo steht die Mannschaft derzeit?

Lange (lacht): Naja, eigentlich habe ich in den fast 20 Jahren, in denen ich mittlerweile Handball spiele, die Saisonvorbereitung nie wirklich gemocht. Allerdings ist hier beim NHC das Training - wie auch in den vergangenen Jahren - sehr gut organisiert. Wir schwitzen schon ziemlich viel. Und Efthymios, Finnian und Philipp sind feine Kerle, die genau wissen, was sie auf der Platte zu tun haben.

Aktuell geht es um den letzten Feinschliff für das Deckungsverhalten, was in den ersten Testspielen noch nicht wirklich geklappt hat. Wichtig für die Mannschaft sind auch die Verletzungs-Rückkehrer Tim Gerstmann und Christian Stöpler. Die verstärken uns qualitativ enorm. Auf jeden Fall haben wir eine konkurrenzfähige Truppe für die Weststaffel zusammen.

Werfen wir nochmal einen Blick auf den DHB-Pokal am Wochenende: Wie stehen die Chancen gegen Bayer Dormagen und für ein mögliches Endspiel gegen Kiel am Sonntag?

Lange: Der Pokal ist ein harter letzter Test vor einer schweren Saison mit einer neuen Staffel, neuen Gegnern und vielen neuen Spielorten. Da müssen wir letztlich konkurrenzfähig sein und wollen uns in der Liga etablieren. Klar, natürlich werden die Jungs das Wochenende voll motiviert angehen. Aber niemand wird es uns übel nehmen, sollten wir am Samstagabend knapp gegen Dormagen verlieren. Das ist ja immerhin ein Zweitligist. So lange unsere Fans merken, dass wir voll bei der Sache sind und auf der Platte alles geben, ist das Ergebnis nebensächlich.

Zum Abschluss noch etwas Persönliches: Reizt es Sie nicht, vielleicht irgendwann mal in der 2. oder sogar 1. Bundesliga zu spielen?

Lange: Klar reizen die höheren Ligen. In diesen Klassen kann man sein Hobby sozusagen zum Beruf machen. Ob es dazu bei mir aber reicht, steht in den Sternen. Für mich steht aktuell die berufliche Ausbildung im Vordergrund. Nur wenn sich die beiden Komponenten Ausbildung und höherklassiger Handball unter einen Hut bringen lassen, würde ich das Abenteuer in Angriff nehmen. Aber sicher nicht um jeden Preis. Letztlich habe ich hier in Northeim eine eingespielte lustige Truppe. Wir sind erfolgreich, mein Studienort ist nah und auch in die Heimat ist es nicht weit. Ich bin glücklich beim NHC.

Parken rund um die S-Arena

Die Parkplatzsituation rund um die S-Arena macht dem Northeimer HC kurz vor dem Pokalturnier zu schaffen. Wie der Verein nun mitteilte, steht der Schützenplatz wegen Aufbauarbeiten für eine andere Veranstaltung am Samstag und Sonntag nicht als Parkplatz zur Verfügung. „Diese Sperrung trifft uns natürlich, doch wir können daran nichts ändern. Es gibt aber Alternativen, auf die wir zurückgreifen können und auf die wir die Zuschauer hinweisen möchten“, sagt NHC-Vorsitzender Knut Freter. So stehen zum Beispiel der Park & Ride-Parkplatz direkt neben dem Schützenplatz und das Parkhaus der BBS2 in der Godehardstraße 11 zur Verfügung. Von dort aus sind es jeweils nur wenige Minuten zu Fuß bis zur S-Arena.

Über 1800 Karten sind verkauft

Für das DHB-Pokal-Wochenende in der Göttinger S-Arena hat der Northeimer HC mittlerweile über 1800 Karten verkauft. Tagestickets gibt es ab 15 Euro (ermäßigt: 10 Euro), Turniertickets ab 25 Euro (15 Euro). Erhältlich sind die Karten unter anderem in der Geschäftsstelle der HNA in Northeim (In der Fluth 24) oder auch unter www.reservix.de. Für Kurzentschlossene öffnet die Tageskasse am Samstag und am Sonntag um 14.30 Uhr.

 

Der Spielplan 

Samstag, 16 Uhr: THW Kiel gegen Tusem Essen

Samstag, 19 Uhr: TSV Bayer Dormagen gegen Northeimer HC 

Sonntag, 16 Uhr: Endspiel

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