Handball-Drittligist Baunatal muss nach 28:31 in Kirchzell noch mehr zittern

+
Machte ein gutes Spiel: Phil Räbiger (Baunatal).

Kirchzell. Die Lage für die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal spitzt sich weiter zu. Beim Tabellennachbarn TV Kirchzell mussten sich die Schützlinge von Trainer Mirko Jaissle mit 28:31 (16:17) geschlagen geben.

Der Vorsprung auf den Drittletzten TV Gelnhausen, der den ersten Abstiegsplatz belegt, beträgt nun lediglich noch einen Punkt.

Allerdings spiegelt das Ergebnis von Kirchzell den Spielverlauf nicht korrekt wider. Denn die Baunataler zeigten sich spielerisch gegenüber der Heimpleite gegen Großwallstadt deutlich verbessert, verzeichneten aber unterm Strich 18 vergebene Chancen. Das war zu viel, um die Mainfranken in die Schranken zu verweisen.

„Ich kann meinen Jungs nicht wirklich Vorwürfe machen. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft, das war von uns zwei Klassen besser“, erklärte Jaissle. Was hat gefehlt? „Die Ruhe im Abschluss.“

Schon im ersten Abschnitt ließen die Nordhessen einige Gelegenheiten liegen. Dennoch waren sie zur Pause noch gut im Rennen. Nach dem Wiederanpfiff sah es sogar noch besser aus, nachdem Phil Räbiger, zusammen mit Paul Gbur in prächtiger Verfassung, Niklas Plümacher und Christian Schade aus einem 16:18 ein 19:18 gemacht hatten (34.). In der 40. Minute lagen die Gäste vor 480 Zuschauern sogar mit 22:20 vorn. In dieser Phase hatte die Eintracht ein-, zweimal die Möglichkeit, sich weiter abzusetzen. Aber sie schlug daraus kein Kapital. Das rächte sich.

Kirchzell lag zehn Minuten vor Schluss wieder mit 26:24 in Führung. Daran hatte der kurzfristig nach längerer Pause zurückgekehrte Ex-Hüttenberger Marian Liebald entscheidenden Anteil. Auch der Rechtsaußen Lucas Bauer bereitete den Großenrittern einiges Kopfzerbrechen.

So schafften es die VW-Städter nicht mehr, der Partie eine neuerliche Wende zu geben. Zumal Justin Brand (45.) verletzt ausschied. „Wir haben es immer noch in eigener Hand“, sagt Coach Jaissle und hofft auf einen Erfolg am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Auerbach: „Wir wollen sportlich die Klasse halten.“ Mit Gerüchten, wonach es für den Drittletzten möglicherweise eine Relegation geben könnte, beschäftigt sich Jaissle nicht.

• Kirchzell: Jörg, Vöhringer - Baier 2, Klimmer 2, Bauer 6, Gläser, Stark 2, A. Kunz 10/8, Orlovsky, Corak 2, Liebald 6, Göpfert 1 Baunatal: Paar, Klocke - Gbur 6, Hujer, Schade 5/3, Botte, Schütz 3, Käse, Plümacher 3, Geßner 3/1, Brand, Heim, Drönner SR: Lier/Lier (Schmiden). - Z: 480. Siebenmeter: 9/8:6/4 - Zeitstrafen: 0:6 Minuten (bjm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.