Handball: Ein verlorener Punkt und ein Aufreger

Drittligist Eintracht Baunatal spielt gegen SC Magdeburg II 25:25

Wurfposition: Baunatals Phil Räbiger (links) will sich hier gegen die beiden Magdeburger Niklas Danowski und Jakob Hensen (rechts) durchsetzten. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Letztlich war es ein verlorener Punkt beim 25:25 (16:11) der Handballer des GSV Eintracht Baunatal in der 3. Liga Ost gegen die YoungsterS des SC Magdeburg.

Verloren, weil die Eintracht Spiel und Gegner eigentlich im Griff hatte. Aber dann in der zweiten Halbzeit abbaute, hektisch agierte und im Angriff versagte.

Das Spiel

Die klare Führung zur Pause war hochverdient. Der GSV trat in der Abwehr aggressiv und schnell auf, konnte sich auf Conny Paar im Tor verlassen. Im Angriff spielte man sich überlegt in gute Wurfpositionen und schloss dementsprechend auch ab. Doch in der zweiten Halbzeit war (fast) alles Positive vergessen. In der Abwehr griff man nicht mehr konsequent zu und im Angriff schlichen sich alte Fehler ein. Zu früher Abschluss, schlechte Anspiele und zu wenig zielgerichtete Bewegung. „Wir hatten den Faden verloren“, sagte Frederik Drönner.

Der Aufreger

Als die Magdeburger 15 Sekunden vor Schluss nach einer misslungenen Aktion den Ball nicht sofort freigaben, regte sich GSV-Keeper Conny Paar auf und legte sich mit den Schiedsrichtern an. Aus der ursprünglichen Zweiminutenstrafe wurde erst die Rote, dann die Blaue Karte. Bleibt abzuwarten, was im Bericht der Unparteiischen steht.

Trainer & Schiedsrichter

Mirko Jaissle sprach denn auch von einem verlorenen Punkt. „Wir hatten Magdeburg gut im Griff“, so der Trainer. „Doch nach der Pause waren wir nicht wiederzuerkennen.“ Eine Chance habe man rausgespielt und dann wieder vier, fünf liegengelassen.

David Große und Sven Kreutz (Nordhausen) verloren in den letzten zehn Minuten etwas ihre klare Linie zuungunsten der Baunataler. Die hätten aber vorher ihren Sieg schon klar machen müssen.

Das achte GSV-Tor

Phil Räbigers Wurf (12:55) wurde auf der Anzeigentafel als Tor zum 8:4 vermerkt, das Spiel ging aber mit Abwurf weiter. Also Tor oder nicht Tor? Bis zum Spielende blieb es bei Tor. Die SCM-Verantwortlichen wollten sich alles noch mal im Video anschauen. „Wir gehen die Sache ganz entspannt an“, sagte Trainer Vanja Radic. „Eigentlich bin ich ja mit dem Punkt zufrieden.“ Klassenleiter Michael Kulus war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Baunatal:  Paar, Horn (Siebenmeter/19.); Rehberg, Rulff, Plümacher 1, Gbur 7, Schade 5/2, Drönner 1, Räbiger 3, Geßner 7, Weiss 1.

Magdeburg: Mohs, Diedrich; Danowski, Kurch 1, Bransche 2, Hensen 2, Osterloh 2, de la Pena 6/3, Schneider, Neuhaus, Danneberg, Kluge 5/2, Baumgart 4, Hack 3.

SR: Große/Kreutz (Nordhausen). Z: 400.

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