Drittliga-Handballer beenden als Dritter die Hinrunde

Zu viele Baustellen: Eintracht Baunatal verliert in Bruchköbel 26:29

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Bittere Niederlage: Felix Geßner (am Ball, hier gegen Rodgaus Michael Weidinger, rechts, und Philippe Kohlstrung) war mit elf Toren der beste Baunataler Torjäger in Bruchköbel. Am Ende unterlag er mit seinem Team aber 26:29.

Kassel/Bruchköbel. Es wurde nichts mit dem erhofften Erfolg für den GSV Eintracht Baunatal zum Ausklang der Hinrunde. Die Großenritter unterlagen beim Vorletzten SG Bruchköbel 26:29 (13:15). Damit verloren sie zum ersten Mal in dieser Saison zwei Partien in Folge und rutschten vom zweiten auf den dritten Tabellenplatz in der 3. Handball-Liga.

„Die Analyse nach dem Spiel ist heute schwer, weil es an verschiedenen Baustellen gelegen hat“, sagte Eintracht-Trainer Florian Ochmann. Zum einen nahmen die Hausherren den Baunataler Regisseur Marvin Gabriel über die komplette Partie in Manndeckung. „Damit kamen wir nicht in unsere Abläufe herein“, sagte Ochmann. Das fiel gerade in der ersten Hälfte auf. Die Baunataler hatten Probleme im Positionsspiel. Mit seinen acht Treffern in der ersten Halbzeit – vor allem nach Siebenmetern und Tempogegenstößen – hielt Felix Geßner sein Team aber im Spiel. Die Eintracht führte 9:8 (20. Minute), lag zur Pause aber 13:15 hinten.

Ein anderer Grund für die Niederlage waren die Baunataler Personalsorgen. Fünf verletzte Spieler – teils Leistungsträger – fehlten dem GSV. „Das können wir nur an Tagen kompensieren, an denen fast alles passt. Heute hatten allerdings drei, vier Spieler einen gebrauchten Tag. Ich will ihnen aber keine Vorwürfe machen, die Einstellung hat gestimmt“, sagte Ochmann. Die Ausfälle machten sich auch in der Defensive bemerkbar. „In der Abwehr hatten wir immer wieder gute Phasen, aber manchmal hat die Abstimmung gefehlt. Bei wechselnden Formationen kann sie aber auch nicht immer stimmen“, sagte Ochmann.

Nach der Pause zogen die Gastgeber in Überzahl schnell auf 17:13 weg. Aber die Großenritter kamen zurück, und der in der zweiten Hälfte stark aufspielende Frederik Drönner glich zum 20:20 (42.) aus. Die Baunataler verbesserten sich im Positionsspiel, aber sie vergaben auch mehrere große Chancen. Bruchköbel zog auf 25:21 weg (47.), die Eintracht verkürzte noch einmal auf 24:26 (50.). Zwei Siebenmeter und zwei Zwei-Minuten-Strafen zwischen der 53. und 55. Minute gegen den GSV stoppten aber die Aufholjagd.

Hier sah Ochmann einen weiteren Grund für die Niederlage. Die Großenritter haderten über die 60 Minuten häufig mit den Unparteiischen. „Das war eine desolate Schiedsrichter-Leistung. Sie haben auf beiden Seiten nicht gut gepfiffen, aber immer wenn wir herankamen, haben sie haarsträubende Fehlentscheidungen gegen uns getroffen“, sagte Ochmann.

Es ist keine leichte Phase für die Baunataler. „Meine Jungs gehen kurz vor Weihnachten auf dem Zahnfleisch, da sie aufgrund der Verletzungen viel spielen müssen“, sagt der Trainer, der sein Team nun vor dem Verfolgerduell in Leutershausen aufbauen muss.

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