Handballer stehen zur Weihnachtspause auf Rang zehn

Zwischenbilanz Eintracht Baunatal: Achterbahnfahrt durch die 3. Liga

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So wird es gemacht: Dennis Weinrich (Mitte) ging als Co-Trainer in die Saison, aber übernahm am neunten Spieltag das Amt als Chef-Coach von Matthias Deppe.

Die Saison des GSV Eintracht Baunatal in der 3. Handball-Liga kommt einer Achterbahnfahrt gleich. Positive Überraschungen wie die Siege bei Topteams in Hanau und Nußloch wechselten sich mit Tiefschlägen wie der deutlichen Niederlage bei Schlusslicht Bad Neustadt ab. Als Tabellenzehnter gingen die Großenritter in die kurze Winterpause. Die Zwischenbilanz in Zahlen:

1,88 Meter ist Felix Geßner groß. Er erzielte in dieser Saison bisher 81 Tore und führt damit die interne Torschützenliste der Baunataler an. Bereits in der vergangenen Saison hatte er mit 185 die meisten Treffer seines Teams erzielt. In der Torjägerliste der Staffel Ost belegte er damals Platz drei.

4 Unentschieden stehen auf dem Konto der Baunataler – damit sind sie zusammen mit Rodgau Nieder-Roden die Remis-Könige der Liga. Besonders bitter: Bei ihren Unentschieden gegen Großwallstadt (24:24), in Dutenhofen (26:26), in Großsachsen (26:26) und in Northeim (27:27) führte die Eintracht kurz vor Schluss und musste stets noch den Ausgleich hinnehmen.

5 ist die Trikotnummer von Felix Rehberg. Der 26-Jährige steht stellvertretend für das Verletzungspech, das die Eintracht auch in dieser Saison begleitet. Der Kreisläufer startete stark in die Spielzeit, fehlt aber seit Oktober aufgrund eines Achillessehnenrisses und fällt wohl noch bis zum Saisonende aus.

8 Liga-Partien war Matthias Deppe der Eintracht-Trainer – dann trat er etwas überraschend zurück. Co-Trainer Dennis Weinrich übernahm das Amt. Da er aber nicht die notwendige B-Lizenz besitzt, kam der frühere Eintracht-Coach Mirko Jaissle zurück und unterstützt Weinrich.

16 Punkte holten die Baunataler in 17 Partien. Damit liegen sie auf dem zehnten Platz. Der Fünfte der vergangenen Saison hat sich mehr erhofft. Aber die Leistungen der Großenritter waren zu schwankend. In einigen Partien musste Baunatal in der Schlussphase eine Führung noch hergeben. Vor allem die Niederlagen gegen die Kellerkinder Elbflorenz II (33:34), Kirchzell (24:25) und bei Schlusslicht Bad Neustadt (21:30) verhinderten eine bessere Platzierung.

469 Treffer erzielte der GSV. Die Zahl allein ist nicht weiter spektakulär. Aber: Die Nordhessen kassierten auch exakt 469 Gegentore. Das entspricht in 17 Partien einem Schnitt von 27,6 Toren pro Spiel.

1390 Zuschauer sahen das Halbfinale des Auftakt-Turniers des DHB-Pokals gegen den THW Kiel. Für die Baunataler war die Partie in der ausverkauften Rundsporthalle gegen den Rekordmeister ein Höhepunkt zum Saisonstart. Auch, weil der Drittligist dem Favoriten lange Zeit Paroli bot. Nach der Pause zogen die Kieler dann aber zum 43:23 (19:13)-Erfolg davon. Es war eine tolle Kulisse. Zum Vergleich: Der Zuschauerschnitt in der 3. Liga liegt in Baunatal bei 310 Zuschauern pro Begegnung.

69226 ist die Postleitzahl von Nußloch. Warum diese hier auftaucht? Ganz einfach, die Schwaben sind zwar der Vizemeister und derzeit Tabellenfünfter, aber sie sind auch ein Lieblingsgegner der Großenritter. Das 33:31 in Nußloch war saisonübergreifend der dritte Baunataler Sieg in Folge. Der Eintracht liegen die Topteams. Gegen Spitzenreiter Großwallstadt holten sie einen Punkt. In Hanau (29:25) und eben in Nußloch gewannen sie. Das macht Mut für die restliche Saison.

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