3. Liga

Fritzlar bleibt Spitzenreiter Solingen mit Kantersieg auf den Fersen

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In der Abwehr eine Bank und am Kreis eine sichere Vollstreckerin: Lorena Lorenz, die vier Treffer zum Fritzlarer Kantersieg beitrug.

Fritzlar - Mit einem fein herausgespielten 32:21 (18:8)-Erfolg gegen den 1. FC Köln bleibt Germania Fritzlar Drittliga-Spitzenreiter Solingen auf den Fersen.

Einen Zehn-Tore-Sieg aus dem Hinspiel im zweiten Vergleich zu toppen - zumal wenn sich der Gegner zwischenzeitlich gefangen hat - ist eine Mammutaufgabe. Drittligist Germania Fritzlar bewältigte sie. Dank der überragenden Esther Meyfarth, die acht Sekunden vor Schluss mit ihrem fünften Tor den 32:21 (18:8)-Sieg gegen den 1. FC Köln perfekt machte, der das 25:15 im ersten Duell in den Schatten stellte. Wichtiger noch: Die SVG bleibt Spitzenreiter Solingen auf den Fersen, der sich beim 35:25 gegen den VfL Oldenburg ebenfalls keine Blöße gab.

„Das war okay“, zeigte sich Trainer Cojocar zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. Besonders bis zum 26:13 (42.), als die Gäste in Gefahr liefen, aus der Halle gefegt zu werden. Von einem Spitzenteam, dass sich in der Defensive das Selbstvertrauen für die eigenen Angriffsaktionen holte, um die Rheinländerinnen noch vor der Pause nach allen Regeln der Handballkunst auseinander zu nehmen. „Unsere gute Abwehr hat uns vorne stärker gemacht“, erklärte Lorena Lorenz. Die 31-Jährige, die selbst im Mittelblock für einige Ballgewinne sorgte und postwendend in „Futter“ für die eigene erste und zweite Welle verwandelte: „Diese leichten Tore haben uns aufgebaut und den Gegner geschwächt.“

So wurde aus dem 3:3 (8.) ein 10:5 (20.), davon vier Tempogenstöße der Fritzlarerinnen, die sich spätestens nach Dreyers Treffer zum 13:6 (24.) in einen „kleinen Rausch“ (Lorenz) gespielt hatten. Auf einmal klappte alles: über Außen, von wo Lena Dietrich durch zwei Treffer auf 15:7 erhöhte. Per dritter Welle durch Maria Kiwa (17:8). Und, wunderbar freigespielt, aus dem Positionsangriff (Meyfarth zum 18:8). „Wir haben das Tempo hoch gehalten“, freute sich „Lucky“ Cojocar.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit kam der Tabellenneunte zum Luftholen - und nutzte das zur Ergebniskosmetik, so dass Gästecoach Markus Pabst zumindest an dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem Wechsel etwas Freude hatte: „Da haben wir aggressiver verteidigt und konsequenter abgeschlossen.“ Da glänzte dann auch die für die entnervte Julie Bärthel eingewechselte Sabrina Kochs mit einige Paraden, ohne indes die überragende Vanessa Maier in den Schatten stellen zu können.

Als dann jedoch Vilte Duknauskaite in Unterzahl auf 29:19 erhöhte (54.), erwachte der Fritzlarer Ehrgeiz doch noch einmal. Und mündete in den dritthöchsten Saisonsieg nebst der Gewissheit, nach dem Kantersieg in Köln vor eigenem Publikum noch einen drauf gesetzt zu haben.

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