Drei Verlängerungen und drei Verletzte

Germania Fritzlar gelingt gegen TSV Bonn ein Start-Ziel-Zitter-Sieg

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Da fliegen die Haare: Fritzlars Maria Kiwa (am Ball) beißt sich hier gegen Bonns Charlotte Berger durch, die nach drei Zeitstrafen die Rote Karte kassierte. 

Fritzlar. Das ist der perfekte Jahresabschluss für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar. Die Domstädterinnen haben in der 3. Liga West vor 350 lautstarken Zuschauern mit 19:18 (8:7) gegen die TSV Bonn gewonnen.

Und damit die Steilvorlage des TV Oyten veredelt, der Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath mit 36:26 besiegte. „Mit dem Ergebnis sind wir natürlich zufrieden. Ansonsten haben wir uns gegen die offensive Abwehr Bonns sehr schwer getan“, sagte SVG-Coach Lucky Cojocar, dessen Team somit nur noch einen Punkt hinter dem nordrhein-westfälischen HSV liegt, der am 3. Februar zum Gipfeltreffen in Fritzlar erwartet wird. 

Das I-Tüpfelchen aus SVG-Sicht verkündete der Vorsitzende Klaus-Peter Hauser nach der Partie: Die beiden Rückraum-Asse Melina Horn und Esther Meyfarth sowie Linksaußen Lena Dietrich haben nach Cojocar und Torfrau Maier vorzeitig in der Domstadt verlängert.

Das Feiern fiel den „Lucky Girl“ allerdings merklich schwer. Denn am Ende fehlte nicht viel und Torfrau Lea Gürbig hätte im Feld spielen müssen. Spielmacherin Meyfarth bekam nämlich erst einen heftigen Schlag ab (15. Minute) und kassierte später von Franziska Heck ein Eisbein (49.), weswegen sie ein Drittel der Partie außer Gefecht gesetzt war. Kaum besser erging es Bibiana Huck und Melina Horn. Huck wurde beim Torwurf von Lara Karatanassis gefoult (52.) und humpelte ebenso von der Platte wie Horn (59.), die umgeknickt war. Somit musste die Germania die Partie mit sechs beschwerdefreien Feldspielerinnen beenden.

„Bonn kämpft ums Überleben. Das haben wir zu spüren bekommen“, betonte Cocojar, dessen Team stets in Führung lag, sich aber nie entscheidend absetzen konnte. Auch, weil Linksaußen Dietrich vor der Pause Pech hatte: Dreimal Pfosten, einmal Latte. Vier unfreiwillige Geschenke an die Gäste, nachdem die Domstädterinnen vor der Partie Süßigkeiten an ihre Fans verteilt hatten.

Saures gab's dann von Bonn. Die Gäste aus der ehemaligen Hauptstadt stellten Fritzlar mit ihrer offensiven 3:2:1-Deckung regelmäßig vor Probleme. Allerdings blieben die TSV-Angriffe ebenso häufig in der SVG-Deckung hängen oder wurden zur Beute der abermals überragenden Torfrau Maier.

Dreyer blockt den letzten Wurf

Über 5:2 (14., Luisa Krüger) und 6:6 (20.) sorgte ein 5:0-Lauf zum 12:7 (39., Meyfarth) für kurze Hoffnung auf den sorgenfreien sechsten Sieg in Serie. Denn Bonn schlug binnen nur 64 Sekunden mit drei Treffern zurück und begegnete den Domstädterinnen bis zum Schluss auf Augenhöhe. Sogar ein Remis war möglich, doch Janina Dreyer blockte den letzten Wurf von Karatanassis, die geschlagen gen Boden sank.

Fritzlar: Maier (14 Paraden/18 Gegentore), Gürbig (1/0) - Dietrich 2, Bittdorf, Huck 3, Ahrend 2, Horn 4, Meyfarth 5/2, Dreyer 1, Kiwa 1, Krüger 1.

Bonn:Schäfer (6/12), Cajetan (4/7) - Klingenburg 3/3, Senel 1, Simons, Karatanassis 4, Lindenthal, Heck 2, Harscheid, Berger 1, Wilhelms 3, Döhmer 2/1, van Meenen 1.

SR: Bonsa/Frank. Z: 350.

Siebenmeter: 3/2:8/4

Zeitstrafen:10:12-Minuten.

Rote Karte: Berger (44.).

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