Titelverteidiger ist der BVB

Handball: Domstadt-Cup in Fritzlar hat zwei Top-Favoriten

+
Die eine kommt, die andere nicht: Anouk Nieuwenweg (am Ball) peilt mit den Bad Wildungen Vipers den Turniersieg in Fritzlar an. Titelverteidiger BVB muss auf Alina Grijseels (rechts) verzichten. 

Fritzlar. Handball-Bundesligist BVB Dortmund ist der große Favorit beim Domstadtcup am Samstag und Sonntag in der Fritzlarer Sporthalle. Nach den Siegen 2016 und 2017 wollen die Westfälinnen das top besetzte Turnier erneut gewinnen.

Diesmal aber nicht mehr unter der Leitung der früheren Fritzlarer Trainerin Ildiko Barna, sondern mit Norman Rentsch als Coach. In Wettkampfform präsentierte sich der letztjährige Bundesliga-Vierte bisher nicht. Beim Trainingslager im dänischen Viborg kassierte der BVB in drei Testspielen drei Niederlagen. 

Und muss in der Domstadt nicht nur den Ausfall von Spielmacherin Alina Grijseels (Ellenbogenverletzung) hinnehmen, sondern auch ohne die japanische Rechtsaußen Asuka Fujita, die bei den Asia Games weilt, auskommen. Zudem fehlen Dana Bleckmann und Leonie Kockel, die mit der U 18-Auswahl des DHB bei der WM im polnischen Kielce auflaufen. Angeschlagen sind Abwehrchefin Mira Emberovics und Svenja Huber.

Dennoch hat die Rentsch-Sieben mit Nadja Mansson, Anne Müller und Caroline Müller Top-Spielerinnen zu bieten. Im Tor ist die 222-fache Nationalspielerin Clara Woltering gesetzt. Ein Wiedersehen gibt es mit den beiden Ex-Wildungerinnen Rinka Dujndam und Johanna Stockschläder.

Die Vipers dürften zugleich ärgster Konkurrent im Kampf um den Turniersieg sein. Mit Anne Bocka, Annika Ingenpaß, Maxime Struijs und Maxi Mühlner hat HSG-Trainerin Tessa Bremmer starke Neuzugänge bekommen. Die 21-jährige Kreisläuferin Ingenpaß gilt als eines der größten Talente im deutschen Handball. Mühlner spielt indes ebenfalls bei der U 18-WM. Spielerisch muss sich das Team um Toptorjägerin Laura Vasilescu jedoch noch steigern. Zuletzt kassierte die Bremmer-Sieben zwei Testspielniederlagen – auch gegen Kirchhof.

Bensheim/Auerbach ist zu beachten

Zum erweiterten Favoritenkreis zählt die HSG Bensheim/Auerbach. Trainiert werden die Südhessinnen von Ex-Nationalspielerin Heike Ahlgrimm. Die Fäden im Angriff zieht die Ex-Wildungerin Sarah van Gulik, daneben ist auf Bogna Sobiech, Ehefrau des Fußballprofis Artur Sobiech, die wurfgewaltige Carolin Schmele und Linkshänderin Raffika Ettaqui zu achten. Mit der dänischen Spielmacherin Simone Spur Petersen, Melanie Breinich und der früheren Vipers-Torhüterin Helen van Beurden stehen drei Neue zur Verfügung.

Runderneuert ist Absteiger HC Rödertal am Start. Elf Spielerinnen haben den HC verlassen, darunter die Ex-Kirchhoferin Izabella Nagy (Ziel unbekannt). Trainer Frank Mühlner baut neben Perspektivspielerinnen auf die Neuen Rabea Pollakowski, Thilde Harbo Boesen und Torhüterin Yuko Minami.

Ein Wiedersehen gibt es auch mit den früheren Wildungerinnen Simona Cipaian und Hanne van Rossum, die mit dem Zweitligisten FSV Mainz anreisen. Das Team von Trainer Thomas Zeitz muss auf Paulina Golla (U 18-WM) verzichten und bangt um den Einsatz von Torjägerin Romana Gerisch. Dennoch hat der FSV mit Alicia Soffel und Neuzugang Larissa Platen (Bensheim) einen torgefährlichen Rückraum aufzubieten.

Die Gastgeberinnen

An den Domstadtcup 2017 haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar keine guten Erinnerungen. Denn den Gastgeberinnen gelang kein Sieg. Das soll nun anders werden. „Wir wollen für die eine oder andere Überraschung sorgen“, sagt Spielmacherin Esther Meyfarth. Dafür haben die Domstädterinnen in der Vorbereitung hart gearbeitet.

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt die Regisseurin. Zudem kann SVG-Trainer Lazar Constantin „Lucky“ Cojocar auf seine Bestbesetzung zurückgreifen. „Die Ergebnisse sind nicht zweitrangig“, betont Cojocar. Vor allem im Umschaltspiel sieht er Steigerungsbedarf. Der Rumäne setzt auf die 6:0-Formation mit Vilte Duknauskaite und Esther Meyfarth im Mittelblock, daraus sollen sich deutlich mehr einfache Tore über die schnellen Lena Dietrich, Bibiana Huck und Anna Holeczy ergeben. 

Gut möglich, dass Cojocar auch ein neues Abwehrsystem erproben lässt: eine 5:1- oder eine 3:2:1-Formation. In der Vorrunde erwartet die Germania mit Erstligist BVB sowie den Zweitligisten Rödertal und Mainz starke Gegner. Dann ist die vom Trainer geforderte Siegermentalität gefragt – sonst droht wieder ein Cup ohne Erfolgserlebnis

Der Spielplan:

Samstag, 11. August 11.30 Uhr Dortmund - Fritzlar 12.30 Uhr Wildungen - Beyeröhde 13.30 Uhr Rödertal - Mainz 14.30 Uhr Lintfort - Bensheim/A. 15.30 Uhr Dortmund - Rödertal 16.30 Uhr Beyeröhde - Lintfort 17.30 Uhr Fritzlar - Mainz 18.30 Uhr Bensheim/A. - Wildungen.

Sonntag, 12. August 10.30 Uhr Fritzlar - Rödertal 11.30 Uhr Wildungen - Lintfort 12.30 Uhr Mainz - Dortmund 13.30 Uhr Beyeröhde - Bensheim/A. 14.30 Uhr Spiel um Platz 7 15.30 Uhr Spiel um Platz 5 16.30 Uhr Spiel um Platz 3 17.30 Uhr Finale

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.