3. Handball-Liga: Angeschlagen, aber selbstbewusst

Northeimer HC will gegen Groß-Umstadt den zweiten Saisonsieg

Tor! Gegen Köthen feierten Sören Lange und sein Northeimer HC den bisher einzigen Sieg in dieser Saison. Am Sonntag kommt der TV Groß-Umstadt in die Schuhwallhalle. Archivfoto: zhp

Northeim. Große Hoffnungen auf den zweiten NHC-Sieg in dieser Saison in der 3. Handball-Liga der Männer beherrschen das heimische Umfeld vor der Begegnung zwischen Northeim und dem TV Groß-Umstadt. Doch es gibt auch einige Fragezeichen im Lager der Gastgeber, die vor der Partie am Sonntag ab 17 Uhr um den Einsatz einiger wichtiger Spieler bangen.

Der Aufsteiger hofft auf ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, zumal die Gäste aus dem Odenwald scheinbar die Kragenweite der Northeimer haben. Sie rangieren nur vier Punkte und zwei Plätze vor den Gastgebern. Trainer Carsten Barnkothe ruft die Begegnung deshalb zu einem „Muss-Sieg“ aus, wenn der NHC die Klasse halten will.

Die Northeimer stehen allerdings vor einem großen Handicap. Jan-Niklas Falkenhain und Paul-Marten Seekamp sind angeschlagen. Falkenhain plagt sich mit den Auswirkungen eines Hexenschusses herum, Seekamp mit Leistenproblemen. Auch Sönke Henniges ist noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte.

Wilke beißt auf die Zähne

Positiv ist allerdings, dass Maurice Wilke nach zwei Spielen Pause (Kniebeschwerden) wieder zurück ins Team kehrt. „Maurice ist noch nicht wieder ganz fit, er will aber spielen.“ Barnkothe hofft, dass auch Tim Gerstmann, der bei der 24:28-Auswärtsniederlage beim TV Kirchzell mit Achillessehnenproblemen kurzfristig ausfiel, wieder dabei sein wird. Das wäre wichtig für die offensive 5:1-Deckung des NHC, in der Gerstmann beim 37:21-Sieg über Köthen vor zwei Wochen auf der vorgezogenen Position eine gute Figur gemacht hat.

Barnkothe schätzt, dass sich sein Angriff auf eine offensive Deckung der Südhessen einstellen muss. „Diese Variante wird in Südhessen sehr gerne eingesetzt“, berichtet er. Das heißt, dass sich seine Mannschaft viel und schnell bewegen muss, um sich nicht an der gegnerischen Abwehr die Zähne auszubeißen. Noch besser wäre es, wenn der NHC mit schnellen Gegenstößen Erfolg hat, wie wiederholt gegen Köthen. Kai Effler im Rückraum sowie Christian Stöpler und Sören Lange auf den Außenpositionen werden also reichlich zu tun haben.

Auch Groß Umstadt wird natürlich alles versuchen, um zu punkten und damit seinen Abwärtstrend zu stoppen. Die vergangenen vier Partien haben die Gäste verloren und davor beim Schlusslicht in Pirna ein 27:27-Unentschieden erkämpft. Von daher steht die Mannschaft von Gottfried Kunz ebenso unter Erfolgsdruck wie der NHC.

Damit sind die Voraussetzungen wie geschaffen für einen Handball-Krimi. Barnkothe: „Wir hoffen, dass uns die Fans so toll wie gegen Köthen unterstützen.“ Vielleicht klappt es ja dann mit dem zweiten Sieg. (zhp)

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