Baunataler Handballer eventuell mit Geßner gegen Altmeister Großwallstadt

+
Kann zuversichtlich nach vorn schauen: Eintracht-Außen Felix Geßner.

Baunatal. Es wäre vermessen, von einer Wunderheilung zu sprechen. Aber dass Linksaußen Felix Geßner vom Drittligisten Eintracht Baunatal möglicherweise schon wieder am heutigen Samstag ab 19 Uhr beim Handball-Heimspiel in der Rundsporthalle gegen den Altmeister TV Großwallstadt im Kader steht, war so nicht zu erwarten.

„Es geht schon besser als erwartet“, erklärt der 25-Jährige, der wieder mit leichtem Training begonnen hat. Nach einer Operation am lädierten Fuß vor rund vier Wochen schien auch das vorzeitige Saison-Aus möglich. „In einer Woche gegen Kirchzell will ich auf jeden Fall dabei sein“, unterstreicht Geßner seinen Ehrgeiz. Klar, sein Team als Tabellenzwölfter mit 21:29 Zählern muss im Kampf gegen den Abstieg praktisch nur noch gegen direkte Kontrahenten ran: erst Großwallstadt (9. Platz/23:27), nächsten Samstag Kirchzell (13., 18:32), anschließend noch Auerbach (11./22:28), Groß-Umstadt (10.(23:27) sowie die SG Leipzig, die als aktuelle Siebtplatzierte (26:24) aber schon fast gesichert sein dürfte. Drei Teams steigen nach derzeitigem Stand ab.

Jens Tiedtke

„Für uns ist jetzt Crunch-Time“, zitiert Geßner ein Wort aus dem Basketball, das die Phase beschreiben soll, in der es um die Wurst geht. Coach Mirko Jaissle geht sogar noch weiter: „Ich erwarte ein Herzschlagfinale. Viele Sachen können sich erst am letzten Spieltag entscheiden.“ So spannend braucht es Jaissle im Fall seines Klubs nicht zu haben – er wäre schon gern vorher aller Sorgen ledig. Dazu ist – nach zwei Heimniederlagen gegen Dresden und Gelnhausen – ein Erfolg gegen Großwallstadt absolute Pflicht.

Im Hinspiel ließen die VW-Städter bei der 31:37-Schlappe einige Wünsche offen. Dabei bekamen sie – auch aufgrund des Fehlens von Innenverteidiger Niklas Plümacher – den Kreisläufer der Mainfranken, Patrick Gempp, nie unter Kontrolle. Allein er markierte neun Treffer. Top-Torjäger der Großwallstädter ist Florian Eisenträger, der bekannteste Akteur im Kader ist jedoch Ex-Nationalspieler Jens Tiedtke.

„Meine Jungs wissen, worum es geht“, ist Jaissle überzeugt. Eine Erkenntnis aus den jüngsten Trainingseinheiten, als die Körpersprache bei seinen Spielern stimmte und diese in Einzelgesprächen ihre kämpferische Einstellung betonten.

Bangen um Gbur

Zwar ist der Ex-Duderstädter Matthias Heim wieder dabei, Justin Brand (Adduktorenverletzung) muss aber pausieren. Fraglich ist der Einsatz des angeschlagen Halbrechten Paul Gbur, den Schulter- und Rückenprobleme plagen. Erst unmittelbar vor dem Anwurf fällt eine Entscheidung. Umso besser, dass Geßner vielleicht wieder mitwirken kann. Archivfoto: dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.