Handball-Drittligist GSV Eintracht Baunatal spielt 20:20 bei der SG LVB Leipzig

Horn rettet den Punkt

Immer schön wachsam bleiben: Baunatals Felix Geßner (rechts) auf der Suche nach einem Anspielpartner. Im Hintergrund Phil Räbiger. Foto: Schachtschneider

Markranstädt. 24 Paraden von Torwart Daniel Horn sowie acht Pfosten- und Lattentreffer der Leipziger: Diese Statistikwerte beschreiben treffend, wie es zum ersten Unentschieden der Drittliga-Handballer vom GSV Eintracht Baunatal in dieser Saison kam. Am 15. Spieltag trennten sich die Großenritter in Markranstädt (bei Leipzig) 20:20 (10:8) vom Konkurrenten SG LVB Leipzig.

Über zwei Drittel der Spielzeit führten dabei die Gäste. „Für Baunatal ist das Unentschieden mehr ein Punktverlust als für uns“, folgerte der Trainer der Leipziger „Straßenbahner“, Nils Kühr. „Das kann man so sehen“, antwortete GSV-Interimscoach Ralf Horstmann, der mit dem Punkt zufrieden war. „Ein Spiel vor der Winterpause sind wir mit den Kräften am Ende. Phil Räbiger konnte zum Beispiel aufgrund einer Sehnenreizung in der Schulter gar nicht werfen.“

Nicht nur für Horstmann war der 20-jährige Daniel Horn der Mann des Spiels. Symptomatisch, dass der Eintracht-Schlussmann am Ende seinem nunmehr seit vier Spielen ungeschlagenen Team mit der 24. Parade in der Schlusssekunde das Unentschieden rettete. „Ich hätte auch gern den zweiten Punkt mitgenommen“, sagte Horn. „Leider hat uns aber die aggressive Leipziger Deckung am Ende zu vielen technischen Fehlern gezwungen.“

Nach dem 5:5 (17:40) und dem 6:8 (21:50) leitete der GSV-Torwart mit seiner vierten Abwehr in einem Eins-zu-eins-Duell die Wende ein: Von der 28. (9:8) bis kurz vor der 56. Spielminute (18:18) lagen die Baunataler durchweg vorn. Nach dem 20:19 durch Paul Gbur (57:20) unterliefen den Gästen aber noch drei Ballverluste – der letzte davon beim Stand von 20:20 bei noch 36 zu spielenden Sekunden. Zu viel, um die Leipziger zu bezwingen.

Horstmann machte nach Spielende nur „ein paar Kleinigkeiten“ aus, die den vierten Sieg in Folge verhinderten. „Wenn wir zum Schluss noch das Tor kriegen, wäre es bitter gewesen, aber so ist es okay. Vor allem die zweite Reihe ist in die Bresche gesprungen. Neben Daniel Horn hat zum Beispiel auch Niklas Plümacher ein super Spiel gemacht.“

Leipzig: Gurezky, Ziebert – Baumgärtel 3, Heinig 3, Höhne 3, Hönicke 3, Naumann 2, Zerrenner 2, Jungemann 1, Meiner 1, Remke 1, Uhlig 1, Schiffner, Hembleb, Eulitz, Kerkapoly, Berthold, Hellmann, Neudeck (letzte Sechs n.e.).

Baunatal: Horn, Paar (n.e.) – Geßner 7, Gbur 4, Plümacher 4, Brand 2, Schade 2/1, Botte 1, Räbiger, Schütz, Käse, Schuldes, Wunderlich (letzte Drei n.e.).

SR: Beyer/Schulte - Z.: 150 - Strafminuten: 2 – 4 - Siebenmeter: 1/1 – 0

Von Sebastian A. Reichert

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