3. Handball-Liga: Stöplers Freiwurf sichert dem Northeimer HC einen Zähler

Jubel am Schuhwall

Tor! Christian Stöplers Freiwurf rauscht nach dem Schlusspfiff durch die Blankenburger Mauer und rettet so dem Northeimer HC einen mehr als verdienten Punkt. Foto: zhp

Northeim. Mit seinem direkten Freiwurf durch die Mauer rettete Christian Stöpler dem Northeimer Handball-Drittligisten das 33:33 (16:13)-Unentschieden gegen den HSV Bad Blankenburg. Damit behalten die Northeimer die Option auf den drittletzten Platz, der unter Umständen zur Relegation zum Klassenerhalt berechtigt.

Ein dramatisches Ende riss die rund 300 Zuschauer in der Schuhwallhalle von ihren Sitzen:

56 Sekunden vor der Schlusssirene erzielt Jan-Niklas Falkenhain den 32:32-Ausgleich. 32 Sekunden später erhöht Blankenburg durch Elvijs Borodovskis auf 33:32. NHC-Trainer Carsten Barnkothe setzt jetzt alles auf eine Karte und wechselte Jannes Meyer als siebten Feldspieler für Torwart Marcel Armgart ein. Die Order: Angriff auf Biegen und Brechen! Sie wird befolgt. Drei Sekunden vor dem Abpfiff steigt Paul-Marten Seekamp in aussichtsreicher Position zum Torwurf hoch in die Luft. Blankenburgs Juraj Geci pflückt ihn sich mit gekonntem Ringergriff, so dass Seekamp krachend auf dem Hallenboden landet. Die sehr konsequent pfeifenden Schiedsrichter zücken für Geci die rote Karte (mit Bericht). Und dann hallt die Schlusssirene durch die tobende Halle. Nur der direkte Freiwurf ist noch auszuführen. Blankenburgs Mauer formiert sich mit nur vier Spielern. Welcher Northeimer hat jetzt die nötige Nervenstärke? Kurzes Zögern. Dann schnappt sich der 21-jährige Linksaußen Christian Stöpler, der gerade erst seinen Handbruch ausgeheilt hat, im ersten Spiel nach wochenlanger Pause das Leder, konzentriert sich, legt alle Kraft in diesen Wurf und zirkelt den Ball durch eine Lücke in der Mauer unhaltbar in Blankenburgs Tor.

Nach diesem Treffer brach in der Halle ein unbeschreiblicher Jubel los, mit dem der Punktretter gefeiert wurde. Stöpler, nachdem wieder etwas Ruhe eingekehrt war, zum Ausgleichstreffer: „Ich bin überglücklich.“

Es war mehr drin

Für Northeim wäre allerdings auch der zweite Punkt drin gewesen. In der ersten Halbzeit führte der NHC zeitweise mit sechs Toren, hatte den gegnerischen Angriff dank einer guten Abwehr und einem bestens aufgelegten Armgart im Griff. Doch nach dem Seitenwechsel kamen die erfahrenen und routinierten Blankenburger immer besser ins Spiel, Northeim verlor zeitweise seinen roten Faden, fand ihn aber zum Ende hin wieder und erkämpfte sich mit Leidenschaft das verdiente Unentschieden.

NHC: Armgart, Pförtner - Fleischmann, Meyer, Wilke 3, Lapschies, Lange 1, Seekamp 6, K. Kühn 3, Gerstmann 6, Falkenhain 10/3, Stöpler 4/2, Henniges. (zhp)

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