NHC als klarer Außenseiter

Männer des Northeimer HC am Samstag beim TV Kirchzell

Stark als vorgezogener Abwehrspieler in der 5:1-Variante: Northeims Tim Gerstmann, der am Samstag mit seinem Team beim Tabellenfünften TV Kirchzell antreten muss. Foto: Niesen

Northeim. Die Handball-Drittliga-Männer des Northeimer HC wollen den Schwung aus ihrem ersten Heimsieg mit dem 37:21 über die HG Köthen nutzen, um beim TV Kirchzell zu punkten.

Bei der Mannschaft aus dem Odenwald müssen die Northeimer am Samstag um 19.30 Uhr antreten. Spielort ist in der Kirchzeller Nachbargemeinde Amorbach, deren Parzivalhalle 1200 Zuschauern Platz bietet.

Der NHC schwebte nach dem ersten Sieg auf einer Wolke des Glücks. Mit den ersten Punkten überholte der Aufsteiger den ESV Lok Pirna und ist jetzt Vorletzter. Nur deshalb, weil der NHC um ein Tor besser ist. Psychologisch dürfte das Verlassen des letzten Tabellenplatzes wichtiger sein als für die Tabelle.

Die Mannschaft hat jedenfalls wieder Selbstvertrauen zurückgewonnen und blickt mit Zuversicht nach vorne. Aber auch mit dem notwendigen Schuss Realismus. Denn sie weiß genau, dass mit dem TV Kirchzell eine außerordentlich harte Nuss auf sie wartet. „Es wird schwer, aber auch Kirchzell ist schlagbar“, sagt Northeims Trainer Carsten Barnkothe.

Dafür muss sein Team aber über sich hinaus wachsen. Denn der TVK hat zu Hause erst eine Niederlage mit 25:27 gegen den derzeitigen Tabellenführer HC Elbflorenz einstecken müssen. Zuletzt lief es für Kirchzell aber auch in der Fremde: Beim HSV Hannover gab es einen 33:26-Erfolg.

Der Gastgeber tritt entsprechend selbstbewusst auf: „Wir nehmen die Favoritenrolle an“, sagt TVK-Trainer Gottfried Kunz. „Wir haben ein Heimspiel und wollen unseren fünften Platz absichern. Und wir spielen gegen ein Team, das erst einmal gewonnen hat. Da brauchen wir nicht zu diskutieren, dass wir gewinnen müssen.“

Die Northeimer werden solche Worte gerne hören. Denn damit werden sie in die Rolle des Außenseiters gedrängt. Und die können bekanntlich für eine Überraschung gut sein, zumal der NHC mit Ausnahme von Maurice Wilke mit dem kompletten Kader die über 300 Kilometer lange Fahrt nach Unterfranken antritt.

Die taktische Marschroute will NHC-Trainer Barnkothe nicht verraten. Beim Köthen-Sieg war die 5:1-Deckungsvariante mit Tim Gerstmann auf der vorgezogenen Position sehr erfolgreich. Aber auch die 6:0-Variante hält Barnkothe für möglich. „Mit Leon Schnitt und Kai Kühn haben wir einen starken Mittelblock.“

Im Angriff setzt der Trainer auf die erfolgreichen Werfer des Spiels gegen Köthen: Kai Effler, Paul-Marten Seekamp und Jan-Niklas Falkenhain. Aber auch mit den beiden Außen Christian Stöpler und Sören Lange wird zu rechnen sein. (zhp)

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