3. Handball-Liga: NHC sucht sportlichen Klassenerhalt - ist aber auch offen für anderes

Wie man nicht absteigt

Nicht nur die NHC-Supporters wollen den NHC weiter in der 3. Handball-Liga sehen - auch die Spieler, wie hier Sören Lange (am Ball), geben alles, um drin zu bleiben. Foto: hpn

Northeim. Für den Fall, dass die Northeimer Drittliga-Handballer in der Staffel Ost den zum Klassenerhalt (vor-aussichtlich) ausreichenden viertletzten Platz nicht schaffen, haben Planspiele Konjunktur, wie man dennoch den Verbleib in der 3. Bundesliga sichern könnte.

Die Ausgangslage: Der NHC steht mit 10:32 Punkten auf dem drittletzten Platz. Die über ihm platzierten Teams - TV Groß-Umstadt (13. mit 16:28 Punkten) und der HSV Bad Blankenburg (12./18:26) - haben sechs beziehungsweise acht Punkte Vorsprung auf die Northeimer. Normalerweise besteht also wenig Hoffnung darauf, den rettenden Rang 13 zu erreichen. Dass es sie dennoch gibt, liegt am HSV Hannover (6./24:20).

Zieht der HSV zurück?

Die Hannoveraner erwägen nämlich ernsthaft, sich aus finanziellen Gründen aus der 3. Liga zurückzuziehen. HSV-Teammanager Dirk Schroeter bestätigte zwar, dass die laufende Saison finanziell abgesichert sei, doch im Etat für das kommende Jahr klaffe, da einige Sponsoren abgesprungen seien, eine Lücke von 60 000 Euro. Eine Entscheidung darüber, ob man sich für 2015/2016 in die Oberliga zurückziehe, soll - so der augenblickliche Stand der Dinge - in der kommenden Woche fallen.

Fusion in Sachsen?

Ein zweiter Hoffnungsschimmer zeigt sich am sächsischen Horizont: Soweit es Oliver Kirch, dem Stellvertretenden Vorsitzenden des NHC, bekannt ist, stehen der ESV Lok Pirna (16./8:36) und der Tabellenführer HC Elbflorenz aus Dresden (36:8) in Gesprächen über eine Fusion.

Kommt die Relegation?

Sollte also ein Platz frei werden - ob durch Rückzug oder durch Fusion - käme es, so Kirch, zu Relegationsspielen zwischen den Drittletzten der vier Drittligastaffeln. Die würden am 30. und 31. Mai in Northeim stattfinden. Wäre der NHC beteiligt, träte er am Samstag gegen den Drittletzten der Südstaffel an. Das ist zurzeit HBW Balingen-Weilstetten II. Ferner träfen am Samstag die beiden Drittletztren der Nord- und Weststaffel aufeinander. Die beiden Samstagssieger ermitteln dann am Sonntag im Relegationsfinale jene Mannschaft, die in der dritten Liga verbleiben darf.

Bleibt aber alles beim Alten, dann steigen je Staffel drei Mannschaften ab, insgesamt also zwölf. Drückte dann aber noch - aus wirtschaftlichen Gründen beispielsweise - ein zusätzlicher Absteiger auf die 3. Liga, müssten selbst die Viertletzten der vier Staffeln unter sich einen zusätzlichen Absteiger ausspielen - vorausgesetzt, die zwölf zum Aufstieg berechtigten Oberligisten nehmen ihr Aufstiegsrecht wahr.

Northeim meldet

Der Northeimer HC jedenfalls will weiter in der 3. Liga spielen: „Wir werden bis zum 30. April melden“, sagt Kirch. Die Vorbereitungen seien - weitgehend - getroffen. Das Gros der Mannschaft bleibe zusammen. Für den Klassenerhalt sei die sportliche Lösung noch immer die beste. Doch das schließe Planspiele nicht aus. (zhp)

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