Eintracht Baunatal erwartet mit dezimierter Mannschaft am Sonntag ab 17 Uhr Rodgau Nieder-Roden

Paar hofft auf Trotzreaktion

Wieder fit: Baunatals Torwart Constantin Paar (links, hier gegen Groß-Umstadts Florian See) trifft mit seinem Team auf den Tabellensechsten Rodgau Nieder-Roden. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Die Lage beim Handball-Drittligisten GSV Eintracht Baunatal ist kurz vor dem Rückrundenstart so angespannt wie ein Schüler vor einer wichtigen Klausur. Zum Heimspiel am Sonntag ab 17 Uhr in der Rundsporthalle gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden fehlt Phil Räbiger definitiv wegen Schulterproblemen. Zudem laboriert Finn Wunderlich an einer Sehnenverletzung im Arm, auch Justin Brand ist angeschlagen. Eintracht-Trainer Mirko Jaissle hofft, dass diese beiden Akteure mitwirken können. Bei Brand sind die Aussichten auf jeden Fall etwas günstiger. Teilweise aber waren so nur sieben, acht Feldspieler im Training.

Die Situation ähnelt ein bisschen der bei der deutschen Nationalmannschaft, die kurz vor dem EM-Beginn ebenfalls arg gebeutelt ist. „Der Vergleich hinkt allerdings“, sagt der Coach, „die Auswahl kann immer noch Leute nachnominieren.“ Der 44-Jährige kann nicht einmal Talente aus der eigenen A-Jugend dazu holen, weil diese selbst geschwächt ist. Igor Schuldes, in der Pause nach Duderstadt gewechselt, wäre jetzt auch keine große Hilfe. Er ist Rechtsaußen, und die Baunataler drückt der Schuh woanders: Im linken Rückraum, auf der Königsposition.

So ist Jaissle zum Improvisieren gezwungen. Er hat die Möglichkeit, dass sich Brand und Finn Hujer auf der Mitte beziehungsweise auf der linken Seite abwechseln. Er kann aber auch – wenn Brand auf Halblinks agiert – die Aufbaureihe mit zwei Linkshändern besetzen: Paul Gbur und Niklas Plümacher.

„Es wäre wünschenswert, dass wir jetzt eine Trotzreaktion zeigen. Sonst haben wir keine Chance“, erklärt Torwart Constantin Paar. Kein Wunder, denn der Gast ist Tabellensechster, verteidigt geschickt gegen die Halben des Gegners und hat seine Stärken im schnellen Gegenstoß. Besonders zu beachten sind die Rückraumstrategen Philippe Kohlstrung und Kai Feldmann. Trainer Alexander Hauptmann war früher über viele Jahre ein Topspieler beim TV Kirchzell.

Torwart wieder schmerzfrei

„Wir müssen geduldig spielen“, fordert Paar ein konzentriertes Vorgehen seiner Vorderleute. Seit Montag mischt der starke Schlussmann wieder schmerzfrei im Training mit. Vor Weihnachten hatte er wegen eines Außenbandrisses auf die Teilnahme an sämtlichen Übungseinheiten verzichten müssen. Nur zu den Spielen stand er zur Verfügung. In dieser Phase war Daniel Horn ein guter Ersatz. So etwas erhofft sich Paar auch jetzt für die anderen Mannschaftsteile: „Der Ausfall Räbigers ist auch eine Chance für junge Spieler.“

Von Björn Mahr

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