3. Handball-Bundesliga: Der Northeimer HC will in eigener Halle eine Macht werden

Sieben Heimsiege als Ziel

Sucht derzeit nach Verstärkungen für das Team: NHC-Trainer Carsten Barnkothe. Archivfoto: zje/nh

Northeim. Die Handball-Drittliga-Männer des Northeimer HC stehen vor ihrer bislang größten sportlichen Herausforderung: Mit der am 18. Januar beginnenden Rückrunde gehen sie in die entscheidende Phase der „Mission Klassenerhalt“. Erster Gast im neuen Jahr in der Schuhwallhalle ist die HSC Bad Neustadt (17 Uhr).

Ziel, sagt Trainer Carsten Barnkothe, sei es, zumindest sieben der acht Heimspiele in der Rückrunde zu gewinnen. Außerdem will der NHC auswärts punkten. Gelingt die Umsetzung dieses Vorhabens, wäre der Klassenerhalt sicher. Derzeit rangiert der NHC als Drittletzter mit 6:24 Zählern vor den punktgleichen Klubs der HG Köthen und des ESV Lok Pirna.

In der fünfwöchigen Winterpause haben die NHC-Verantwortlichen an vielen Stellschrauben gedreht. In Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden Knut Freter sowie dessen Stellvertreter Oliver Kirch hat sich Barnkothe um die Verpflichtung neuer Spieler bemüht, um den zahlenmäßig kleinen Kader aufzustocken.

In einem Fall hatten sie bereits Erfolg. Mit dem 18 Jahre alten Kreisläufer Hauke Lapschies, der derzeit in der A-Jugend-Bundesliga des GSV Baunatal aktiv ist, haben sie ein Talent mit einem Gastspielrecht verpflichtet. Bei Bedarf soll Lapschies, der das Handballspielen bei der HSG Plesse-Hardenberg lernte, für die beiden etatmäßigen Kreisläufer Kai Kühn und Leon Schnitt einspringen.

Derzeit verhandeln die NHC-Verantwortlichen mit weiteren Spielern. Namen möchte aber zurzeit noch niemand nennen. „Dafür ist es noch zu früh“, sagt Barnkothe. „Mein Traum wäre ein starker Linkshänder für den Rückraum, aber der ist auf dem Markt so selten zu finden wie ein Sechser im Lotto.“

Ausgeglichene Bilanz

Nennenswert Geld in Spieler und Ablösesummen kann der NHC nicht investieren. „Wir wollen weiter auf soliden wirtschaftlichen Füßen stehen und keine finanziellen Abenteuer eingehen“, sagt Freter. Dank der Sponsoren und Fans sei die NHC-Bilanz ausgeglichen, so Freter. „Und das soll auch so bleiben.“

Attraktivität für Talente verspricht sich der NHC stattdessen von einem Netzwerk mit Wirtschaft und Ausbildungseinrichtungen bis hin zu den Hochschulen in Göttingen und Clausthal-Zellerfeld. Über eine Förderung und Unterstützung bei Fragen wie Ausbildung und Arbeit bis hin zur Betreuung mit Mentoren verspricht sich der Verein eine Menge Impulse.

Angedacht ist auch eine Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK), um auch internationalen Spielern eine Perspektive bieten zu können.

Darüber hinaus bastelt der NHC an einer schlagkräftigen Jugendabteilung. „Unser Ziel ist die Etablierung einer A-Jugend in der Oberliga“, betont Freter. Derzeit verfügt der NHC über zehn Jugend- und zwei Mini-Teams. (zhp)

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